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	<title>Mobilität Archive | Wirtschaftsspiegel Thüringen</title>
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	<title>Mobilität Archive | Wirtschaftsspiegel Thüringen</title>
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		<title>LNT-Netzwerktag zeigt Thüringens Logistik im Wandel</title>
		<link>https://wirtschaftsspiegel-thueringen.com/2026/09/11/lnt-netzwerktag-zeigt-thueringens-logistik-im-wandel/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Juliane Keith]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 11 Sep 2026 04:31:14 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Logistik]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der Beitrag <a href="https://wirtschaftsspiegel-thueringen.com/2026/09/11/lnt-netzwerktag-zeigt-thueringens-logistik-im-wandel/">LNT-Netzwerktag zeigt Thüringens Logistik im Wandel</a> erschien zuerst auf <a href="https://wirtschaftsspiegel-thueringen.com">Wirtschaftsspiegel Thüringen</a>.</p>
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				<div class="et_pb_text_inner"><h1><strong>E-Trucks, Roboter, Speicherlösungen: </strong></h1>
<h1><strong>LNT-Netzwerktag zeigt Thüringens Logistik im Wandel</strong></h1>
<p><em>Waltershausen, 10. September 2026. Das Logistik Netzwerk Thüringen (LNT) hat seinen diesjährigen Netzwerktag bei der Maxx Solar &amp; Energie GmbH &amp; Co. KG in Waltershausen ausgerichtet. Im Mittelpunkt stand thematisch die Elektrifizierung schwerer Nutzfahrzeuge und die dafür nötige Ladeinfrastruktur</em></p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p>Wollen gemeinsam die Weichen Richtung Zukunft der Logistik stellen: Die Teilnehmenden des LNT-Netzwerktages in Waltershausen. Fotos<em>: Juliane Keith / Sebastian Mertens</em></p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p>So kennt man die Logistikwelt: Ohne Umschweife ging es gleich zum Auftakt in die Fachgespräche. An den unternehmenseigenen Ladepunkten von Maxx Solar oder am eActros 600 der Deutschen Post diskutierten die Logistiker die gegenwärtige Ladeinfrastruktur, Zuladegrößen oder die Auswirkungen bei der Be- und Entladung durch die hintere Antriebsachse der E-LKW. Auf der Fläche waren die autonomen Transportsysteme der Lindig Fördertechnik gefragte Demonstrationsobjekte, darunter das Palettentransportsystem Linde L-Matic oder die Servicerobotik von Pudu.</p>
<h4><strong>Von HVO bis Wasserstoff</strong></h4>
<p>Cisell Kirchner, Abteilungsleiter Verkehr der Deutsche Post in der Niederlassung im Güterverkehrszentrum (GVZ) Erfurt, gab einen klaren Kurs für die zukünftige Anstriebsstrategie vor. Am Standort Erfurt setzt DHL aktuell bei der Paketzustellung im Nahverkehr bereits großflächig auf reine Elektrofahrzeuge, während der schwere Regional- und Fernverkehr zur CO₂-Einsparung auf den Brückenkraftstoff HVO100 umgestellt ist. Für eine erfolgreiche Weiterentwicklung sieht Kirchner die zeitnahe Fertigstellung der geplanten Wasserstoff-Tankinfrastruktur im GVZ Erfurt als zwingend erforderlich, um auch den schweren Fernverkehr langfristig emissionsfrei zu betreiben.</p>
<h4><strong>Unternehmenskraftwerk als Blaupause</strong></h4>
<p>Im Zentrum der Veranstaltung stand das Energiekonzept des Gastgebers selbst. Maxx Solar betreibt am Standort Waltershausen eine 170-kWp-Photovoltaikanlage, kombiniert mit einem 82-kW-Batteriespeicher, der um zweimal 30 kW erweiterbar und notstromfähig ist. Der Solarstrom versorgt Wärmepumpe, Kühlung und eine nahezu vollständig elektrifizierte Fahrzeugflotte über 16 Wallboxen. Geschäftsführer Marcus Hellmund stellte das Modell in seinem Impulsvortrag als übertragbares Konzept vor – mit Perspektive auf Energy Sharing und Quartierslösungen, bei denen Strom zum gemeinsam nutzbaren Wirtschaftsgut wird.</p>
<h4><strong>Finanzierung des Umstiegs</strong></h4>
<p>Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der Finanzierung des Umstiegs: Anika Winkelhöfer vom Thüringer Ministerium für Umwelt, Energie, Naturschutz und Forsten war vor Ort um über den kommenden Förderaufruf für Ladeinfrastruktur für Transportlogistiker zu informieren und den direkten Dialog mit Transport- und Logistikunternehmen zu suchen und Förderbedingungen praxisnah zu besprechen.</p>
<h4><strong>Neue Mitglieder, neue Handlungsfelder, neue Termine</strong></h4>
<p>Mit Johannes Schmerbauch von IKEA Deutschland, Fagus Pauly von der UnternehmenDigital GmbH und Christian Merkert von Aktiv Assekuranz begrüßte Netzwerkgeschäftsführer Karsten Schmidt gleich drei neue Mitglieder im LNT. Mitgliedsunternehmen, LNT-Partner und Dienstleister pitchten Innovationen und Portfolios in zwei Praxisteilen, zwischendurch gab es Führungen, Fachgespräche zu Personalgewinnung und neuen Digitallösungen. „Der LNT-Netzwerktag hat gezeigt, wie sich große Megatrends in konkrete Arbeit übersetzen lassen. Für uns sind es die vier Handlungsfelder „Dekarbonisierung &amp; Nachhaltigkeit“, „Digitalisierung, KI &amp; Sicherheit“, „Demografie &amp; Personal“ sowie „Diversifikation &amp; Resilienz“ jeweils mit einer klaren Zieldimension verbunden“, sagt Sebastian Mertens, Vorstandsmitglied des LNT. „Für mich ist der entscheidende Punkt: Diese vier „D&#8217;s“ sind kein Katalog zum Abhaken, sondern greifen ineinander. Wer sie gemeinsam denkt, macht sein Unternehmen zukunftsfähig. Genau daran arbeiten wir jetzt.“</p>
<p>Als nächster Termin steht der LNT-Netzwerktag am 15. April 2027, am „Tag der Logistik&#8220; bereits fest und wird bei der Rhenus Warehousing Solutions SE &amp; Co. KG in Hörselgau stattfinden.</p>
<p>&nbsp;</p></div>
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		<title>ACOD-Kongress in Dresden: Autoindustrie in Sachsen zwischen VW-Krise und Wettbewerbsdruck</title>
		<link>https://wirtschaftsspiegel-thueringen.com/2026/09/04/acod-kongress-in-dresden-autoindustrie-in-sachsen-zwischen-vw-krise-und-wettbewerbsdruck/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Torsten Laudien]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 04 Sep 2026 11:23:19 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Mobilität]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der Beitrag <a href="https://wirtschaftsspiegel-thueringen.com/2026/09/04/acod-kongress-in-dresden-autoindustrie-in-sachsen-zwischen-vw-krise-und-wettbewerbsdruck/">ACOD-Kongress in Dresden: Autoindustrie in Sachsen zwischen VW-Krise und Wettbewerbsdruck</a> erschien zuerst auf <a href="https://wirtschaftsspiegel-thueringen.com">Wirtschaftsspiegel Thüringen</a>.</p>
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				<div class="et_pb_text_inner"><h1>Autoindustrie in Sachsen zwischen VW-Krise und Wettbewerbsdruck</h1>
<h3>Autobranche diskutiert beim ACOD-Kongress in Dresden</h3>
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<p dir="ltr">Schweigen, wo Antworten gefragt wären: Beim 19. ACOD-Kongress in Dresden diskutierten rund 180 Gäste aus Wirtschaft, Politik und Verwaltung über die Zukunft der ostdeutschen Autoindustrie, während der anwesende VW-Vertreter zu den kolportierten Schließungsplänen für das Werk Zwickau kein Wort verlor. Im Zentrum standen eingebrochene Absatzmärkte, verschärfter internationaler Wettbewerb und die Frage, wie die Branche unter diesen Bedingungen wettbewerbsfähig bleibt. Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer forderte eine Wirtschaftspolitik, die die Transformation der Unternehmen wirksam unterstützt.</p>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p><em>Auf dem Podium des ACOD diskutierten unter anderem Petra Peterhänsel und Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer über die Zukunft der Autobranche. </em>| Foto<em>: ACOD</em></p></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_8  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
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<div tabindex="0" role="article" aria-setsize="28" aria-posinset="28" aria-label="Nachricht 28 von 28">
<p>Rund 180 Gäste aus Wirtschaft, Politik und Verwaltung trafen sich am 2. September in der Gläsernen Manufaktur in Dresden zum diesjährigen Kongress des Branchenverbandes Automotive Cluster Ostdeutschland e.V. (ACOD). Es war bereits die 19. Auflage der Veranstaltung. Neben der nach wie vor angespannten Lage der Branche stand vor allem auch die aktuellen Ereignisse rund um die Sparpläne des Volkswagenkonzerns im Fokus der Diskussionen.</p>
<p dir="ltr"><strong style="color: #333333; font-size: 18px;">Rückgrat unter Druck: Autoindustrie zwischen Politik und Wettbewerb</strong></p>
<p dir="ltr">Die Autoindustrie inklusive der Zuliefererbranche gilt allgemein als Rückgrat der deutschen Wirtschaft. Die Politik wird nicht müde, diesen Wirtschaftszweig als Schlüsselindustrie für den Wirtschaftsstandort zu bezeichnen. Das anhaltende Hin und Her um Elektromobilität und Verbrennerverbot, ausbleibende wirtschafts- und energiepolitische Weichenstellungen sowie der verschärfte internationale Wettbewerb nagen an der Substanz dieses Rückgrats.</p>
<p dir="ltr">„Wie gelingt es uns, unter den aktuellen Rahmenbedingungen wettbewerbsfähig zu bleiben und die Zukunft aktiv zu gestalten?“ Mit dieser Eingangsfrage leitete die Vorstandsvorsitzende des ACOD e.V., Petra Peterhänsel, den Kongress ein. „Die wirtschaftlichen und die politischen Rahmenbedingungen verlangen mehr denn je Effizienz, Innovationskraft und gemeinsame Entschlossenheit.“ So postulierte sie auch die Botschaft, die vom Kongress ausgehen sollte: „Zukunft entsteht nicht durch Abwarten, sondern durch Handeln – schnelles Handeln. Wir verfügen über viele Stärken, die wir alle gemeinsam jetzt noch viel intensiver nutzen und ausbauen werden.“</p>
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</div>
<div aria-hidden="true">
<p><strong style="color: #333333; font-size: 18px;">Eingebrochene Absatzmärkte: USA und China als Belastungsfaktor</strong></p>
<p>Andreas Rade, Geschäftsführer beim Verband der Automobilindustrie e. V., schilderte die internationale Wettbewerbssituation, in der sich die Branche befindet. Die bisherigen stärksten Absatzmärkte USA und China seien rapide eingebrochen. Dies sei einerseits auf politische Weichenstellungen zurückzuführen, andererseits auf Wettbewerbsverzerrungen durch chinesische Anbieter. Diese überfluten derzeit den deutschen Markt mit ihren Modellen und führen einen aggressiven Preiskampf. Rade regte an, dass sich die deutsche Autoindustrie stärker auf den europäischen Markt orientieren sollten.</p>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p><em>Der 19. ACOD Kongress fand in der Gläsernen Manufaktur in Dresden statt. </em>| Foto<em>: ACOD</em></p></div>
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<h4><strong>VW-Werk Zwickau: Schließungspläne sorgen für Unruhe</strong></h4>
<p>Wenig verwunderlich, dass in diesem Kontext Pressemeldungen eine Rolle spielten, die sich um die Schließungspläne von Volkswagen drehten. Unter anderem soll das VW-Werk in Zwickau auf der Streichliste stehen. Als Zieldatum wird das Jahr 2031 kolportiert. Das ist insofern verwunderlich, als dass Zwickau als eines der effektivsten Werke des Konzerns gilt und alle gesteckten Ziele erreicht habe. Die Belegschaft sei erfahren, die Produktionsanlagen modernisiert und wichtige Kostenziele erreicht worden.</p>
<p>Rund 1,2 Milliarden Euro seien in den Umbau des Standorts für die Produktion von Elektroautos investiert worden. Wenn die Wirtschaftlichkeit darüber entscheide, welche Werke langfristig Fahrzeuge bauen, habe Zwickau gute Karten, sagte ACOD-Geschäftsführer Dr. Jens Katzek. Allerdings sieht er das Vertrauensverhältnis zwischen Management und Beschäftigten nach den Veröffentlichungen als beschädigt an. Zudem verwies er auf die Auswirkungen einer möglichen Schließung. Auf jeden wegfallenden Arbeitsplatz im VW-Werk würden drei Stellen bei Zulieferern und Servicefirmen kommen. Vom anwesenden VW-Vertreter war auf dem Kongress kein Wort zu hören. Auch auf Anfragen von Journalisten schwieg er. Über die Gründe dafür kann man nur spekulieren.</p>
<p><strong style="color: #333333; font-size: 18px;">Kretschmer fordert Wirtschaftspolitik für die Transformation</strong></p>
<p>Sachsen Ministerpräsident Michael Kretschmer gab sich hingegen kämpferisch. Sachsen sei Autoland – und solle es auch bleiben. „Damit diese Schlüsselbranche auch künftig erfolgreich sein kann, braucht Deutschland eine Wirtschaftspolitik, die die Transformation der Unternehmen wirksam unterstützt. Wenn die Automobilindustrie ins Wanken gerät, muss das ein Weckruf sein“, sagte er mit Blick auf die Bundespolitik. „Deutschland darf sich nicht herunterfahren – wir müssen den Anspruch haben, im internationalen Wettbewerb vorn zu sein: mit höherer Produktivität, geringer Bürokratie und günstigen Standortbedingen für unsere Unternehmen.“</p>
<p>ACOD-Chefin Petra Peterhändel mahnte allerdings auch eine Eigenverantwortung der Branche an. Sie sieht enorme Chancen in der Technologieentwicklung: „Die Elektrifizierung des Antriebsstranges, die Digitalisierung von Produktion und Prozessen und neue Formen der Zusammenarbeit eröffnen uns Möglichkeiten, die die Wettbewerbsfähigkeit langfristig stärken.“ (tl)</p>
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<p>Der Beitrag <a href="https://wirtschaftsspiegel-thueringen.com/2026/09/04/acod-kongress-in-dresden-autoindustrie-in-sachsen-zwischen-vw-krise-und-wettbewerbsdruck/">ACOD-Kongress in Dresden: Autoindustrie in Sachsen zwischen VW-Krise und Wettbewerbsdruck</a> erschien zuerst auf <a href="https://wirtschaftsspiegel-thueringen.com">Wirtschaftsspiegel Thüringen</a>.</p>
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		<title>Thüringer Zulieferindustrie: ‚Kein Zurück zur alten Normalität‘</title>
		<link>https://wirtschaftsspiegel-thueringen.com/2026/07/27/automotive-thueringen-chmelik-interview-zulieferindustrie/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Torsten Laudien]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 27 Jul 2026 11:17:17 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Automotive]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der Beitrag <a href="https://wirtschaftsspiegel-thueringen.com/2026/07/27/automotive-thueringen-chmelik-interview-zulieferindustrie/">Thüringer Zulieferindustrie: ‚Kein Zurück zur alten Normalität‘</a> erschien zuerst auf <a href="https://wirtschaftsspiegel-thueringen.com">Wirtschaftsspiegel Thüringen</a>.</p>
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				<div class="et_pb_text_inner"><h1>Thüringer Zulieferindustrie: ‚Kein Zurück zur alten Normalität‘</h1>
<h3>Im Interview: Rico Chmelik, Geschäftsführer des Automotive Thüringen e.V.</h3></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p>Die Automobilzulieferer zeigen seit Jahren wie unter einem Brennglas den Transormationsdruck, unter dem die gesamte deutsche Wirtschaft steht. Da macht die Branche im Freistaat keine Ausnahme. Rico Chmelik, Geschäftsführer des Branchenverbandes Automotive Thüringen e.V., spricht im Interview mit WIRTSCHAFTSSPIEGEL-Chefredakteur Torsten Laudien darüber dass es kein ‘Zurück zur alten Normalität’ geben wird, ob die Verteidigungswirtschaft als Allheilmittel taugt und welche Eigenschaften Führungspersönlichkeiten in diesen Zeiten haben sollten.</p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p><i>Rico Chmelik Foto: privat</i></p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><h3><strong>Lage der Thüringer Zulieferindustrie: Zwischen Krise und Substanz</strong></h3>
<h4>Herr Chmelik, lassen Sie uns mal etwas ungewöhnlich in dieses Interview einsteigen, nämlich mit einem Zitat von John F. Kennedy aus dem Jahr 1961: „Fragt nicht, was euer Land für euch tun kann – fragt, was ihr für euer Land tun könnt.“ Mit der Bitte um eine kurze Antwort: Was können Sie heute mit diesem Satz anfangen?</h4>
<p>Ich kann mit diesem Satz heute sehr viel anfangen. Für mich steckt darin ein zentrales Führungsprinzip: Verantwortung übernehmen statt Verantwortung delegieren. Und Kennedy hat mit wenigen Worten auch einen Perspektivwechsel geschaffen, der weg vom Anspruchsdenken und hin zur Mitgestaltung wirkt. Genau das ist hochaktuell. Transformation ist eben keine Zuschauerveranstaltung.</p>
<p>Ich sage das auch ganz persönlich, weil John F. Kennedy für mich bis heute eines der großen Vorbilder politischer Kommunikation ist. Nicht nur wegen seiner schönen Worte, sondern weil er Sprache in Haltung und Verantwortung übersetzen konnte und so Menschen in die Verantwortung ruft. Und genau diese Haltung brauchen wir auch heute in der industriellen Transformation: ehrlich in der Analyse, klar in der Verantwortung und zuversichtlich im Anspruch.</p>
<h4>Dann steigen wir jetzt ins Thema ein: Wie ist die Lage der Automobil-Zulieferbranche in Thüringen? Und: Ist sie so schlecht, wie die allgemeine Stimmung?</h4>
<p>In unserer Frühjahrs-Konjunkturumfrage im Mai dieses Jahres waren im Vergleich zu den Ergebnissen unseres Branchenmonitorings von Ende 2025 insgesamt keine grundsätzlichen Veränderungen in der Lage zu erwarten. Auf der einen Seite hat sich im ersten Quartal die Nachfrage nach PKW in Europa etwas belebt. Auf der anderen Seite sind die Kostenbelastungen für die Unternehmen, insbesondere bei den Energiekosten, deutlich angestiegen.</p>
<p>Branche und Automobilstandort Deutschland stehen daher unverändert unter massivem Druck. Dies zeigt sich auch in der Stimmung der Thüringer Zulieferindustrie. Während sich bei der Umsatzentwicklung leichte Verbesserungen andeuten, ist dies bei der Entwicklung der Beschäftigtenzahlen nicht der Fall. Im Kontrast zu diesem anhaltend kleinen Kreis von Unternehmen mit Zuwächsen bei Umsatz und Beschäftigung, bleibt jedoch bei der weit überwiegenden Mehrzahl der Unternehmen trotz erkennbarer Verbesserungen der Rückwärtsgang bei Umsatz und Beschäftigung auch 2026 eingelegt.</p>
<p>Ich würde trotzdem davor warnen, die Branche kleiner zu reden, als sie ist. Die industrielle Substanz ist nicht verschwunden. Thüringen hat nach wie vor starke Kompetenzen in Fertigung, Material, Elektronik, Interieur, Maschinenbau.. Die Lage ist also zweigeteilt: Die Krise ist real, aber sie trifft auf einen Standort, der weiterhin viele Fähigkeiten hat, um neue Wertschöpfung zu organisieren. Die Frage ist, wie schnell wir die Anschlussfelder erschließen.</p>
<h3> </h3>
<h3><strong>Thüringer Zulieferindustrie: Was die Politik jetzt tun muss</strong></h3>
<p>&nbsp;</p>
<h4>Kommen wir noch einmal auf Kennedy zurück: Was sollte das Land tun?</h4>
<p>Der Freistaat Thüringen hat in den vergangenen Monaten wichtige Signale gesetzt. Dass der Branchendialog Automobil wieder aktiviert wurde, ist richtig und wichtig, gerade in einer Phase, in der Orientierung, Austausch und gemeinsames Handeln entscheidend sind. Auch der vereinfachte Zugang zu Förderprogrammen für kleine und mittlere Unternehmen ist ein gutes Signal, weil Transformation gerade in den KMU oft an Finanzierung, Geschwindigkeit und Risikotragfähigkeit gekoppelt ist.</p>
<p>Zudem ist die Arbeit der LEG Thüringen für die internationale Sichtbarkeit des Standorts über Messen, Delegationsreisen, Investorenansprache und die Vernetzung von Clusteraktivitäten ein wichtiger Beitrag zur Standortentwicklung.</p>
<p>Aber wir wissen auch, dass in dieser für die Unternehmen herausfordernden Gemengelage aus Nachfrageschwäche, Kostensteigerungen, Standortbedingungen und Zwang zur Diversifizierung 75 % der befragten Unternehmen aus unserer Frühjahrsumfrage weitere Unterstützung auf Landesebene erwarten, fokussiert auf drei Schwerpunkte: Bürokratieabbau/Genehmigungsverfahren, Reduzierung der Kosten und Abgaben und lokale Fördermaßnahmen.</p>
<p>Die Bandbreite der angesprochenen lokalen Fördermaßnahmen reicht von Investitionszulagen (z. Bsp. im ländlichen Raum), der Förderung von IT/Digitalisierung, der Verbesserung der Infrastrukturen bis zur Nachwuchsförderung/Fachkräftesicherung.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><strong>Diversifizierung statt Abwarten: Was Unternehmen selbst leisten müssen</strong></h3>
<p>&nbsp;</p>
<h4>Und natürlich die Anschlussfrage: Was können und sollten die Unternehmen selbst tun?</h4>
<p>Die Unternehmen sollten nicht auf den einen großen Befreiungsschlag warten. Erfolgreich werden die sein, die ihr Kerngeschäft stabilisieren und gleichzeitig systematisch neue Geschäftsfelder aufbauen. Das heißt: Produkte, Fertigungstechnologien und Kompetenzen darauf prüfen, wo sie auch außerhalb des klassischen Automotive einsetzbar sind, sei es in Interieur, Elektronik, Industrial Tech, Medizintechnik, Energie, Defence oder anderen Dual-Use-Feldern.</p>
<p>Unsere aktuelle Umfrage zeigt, dass 86 % der Thüringer Zulieferer neue Geschäftsfelder außerhalb Automotive erschließen wollen. Das ist kein Modetrend, sondern eine nüchterne Reaktion auf Marktrisiken. Zudem sollten Unternehmen stärker kooperieren. Viele Mittelständler haben gute Einzelkompetenzen, aber zu wenig Sichtbarkeit oder kritische Masse, um allein neue Kunden oder Programme zu gewinnen. Deshalb ist Matchmaking so wichtig.</p>
<p>Wer Material, Sensorik, Oberfläche, Software, Fertigung und Anwendung zusammenbringt, wird schneller relevant. Und es braucht eine Qualifizierungsstrategie für die eigene Organisation. Transformation ist nicht nur Produktwandel, sondern auch Führungs-, Lern- und Kommunikationsaufgabe. In einer Zeit, in der weder Markt noch Regulierung völlig klar sind, ist strategische Beweglichkeit ein Wettbewerbsvorteil.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><strong>Automotive Thüringen e.V.: Vernetzung, Förderung, EU-Präsenz</strong></h3>
<p>&nbsp;</p>
<h4>Wie hilft Ihr Verband dabei? Gibt es konkrete Projekte, die Sie uns in aller Kürze umreißen könnten?</h4>
<p>Unser Verband hilft genau an der Stelle, an der viele Unternehmen allein an Grenzen stoßen: Wir machen Trends sichtbar, wir bringen die richtigen Partner zusammen, wir übersetzen Strukturwandel in Projekte, und wir geben der Thüringer Zulieferindustrie politisch eine Stimme. Unser Profil zeigt es klar.</p>
<p>Studien, Branchenmonitorings, Innovationsfelder, Weiterbildungsangebote, Projektplattformen, Interessenvertretung und Öffentlichkeitsarbeit sind keine Nebenthemen, sondern das Betriebsmodell des Netzwerks. Konkret heißt das wir betreiben Trendscouting, etwa über unser Bundesprojekt InSuM mit Trend- und Marktanalysen, WebApp, Academy und Community.</p>
<p>Wir organisieren Matchmaking für Innovationsvorhaben zwischen Unternehmen und Forschung. Wir schaffen Zugänge zu Unternehmen und Partnern über das Netzwerk. Wir vertreten Thüringer Interessen auf EU-Ebene über das ARA-Netzwerk im EU-Ausschuss der Regionen. Wir arbeiten an Bundes- und Landesdialogen mit etwa im Branchendialog Automobil Thüringen und in der engen Verzahnung mit dem VDA.</p>
<p>Und wir können Referenzen vorweisen. Unser BeaT-Projekt wurde von der Europäischen Kommission als Good Practice hervorgehoben, und InSuM zeigt mit Gemeinschaftsprojekten wie den Mittelkonsole-Konzepten auf der InSuM-Tech bei Audi in Ingolstadt sehr konkret, wie aus Thüringer Kompetenzen sichtbare Innovationsbausteine werden. Kurz gesagt: Wir liefern Orientierung, schaffen Kooperation und helfen dabei, aus Transformation konkrete Chancen zu machen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><strong>Verteidigungswirtschaft als Wachstumsmarkt – aber kein Selbstläufer</strong></h3>
<p>&nbsp;</p>
<h4>Ein Thema, dass uns alle in dieser Zeit umtreibt, ist die Verteidigungswirtschaft. Man liest immer mal wieder, dass das eine Chance für die kriselnde Autobranche sei. VW will ein ganzes Werk dafür umrüsten. Taugt diese Idee als „Licht am Ende des Tunnels“? Welche Chancen haben Thüringer Unternehmen, die sich im Bereich Defense betätigen wollen?</h4>
<p>Ich würde Defence weder kleinreden noch romantisieren. Es ist kein Lichtschalter, den man einfach umlegt, und auch kein Allheilmittel für die gesamte Branche. Wir haben als Verband dazu in Zusammenarbeit mit dem Chemnitz Automotive Institute (CATI) eine Studie erarbeitet und den Defence-Markt samt Einstiegspfaden für die Zulieferindustrie analysiert.</p>
<p>Es ist ein realer Wachstumsmarkt. Deutschland plant für 2026 rund 108 Milliarden Euro für Verteidigung, wenn man Etat und Sondervermögen zusammennimmt. In der EU werden die Verteidigungsausgaben der Mitgliedstaaten 2025 auf 381 Milliarden Euro geschätzt, davon 130 Milliarden Euro Investitionen. Zudem steigen die Defence-Ausgaben der EU-27 bis Mitte der 2030er Jahre auf über 800 Milliarden Euro an.</p>
<p>Gleichzeitig betont das Bundeswirtschaftsministerium die hohe wirtschaftliche Relevanz der Sicherheits- und Verteidigungsindustrie mit rund 105.000 direkt zurechenbaren Beschäftigten in der Verteidigungsindustrie.</p>
<p>Für Thüringer Unternehmen sieht unsere Defence-Studie die Chance vor allem in technologieseitigen Andockpunkten: Präzisionsfertigung, Mechatronik, Elektronik, Sensorik, Kabel und Verbindungstechnik, Oberflächen, Interieur- und Textilkompetenzen, Software, Prüftechnik, Energiesysteme oder robuste Komponenten für Fahrzeuge und Infrastruktur.</p>
<p>Realistisch ist für viele auch nicht der direkte Einstieg als Systemhaus/Prime, sondern der Einstieg über Komponenten, Subsysteme, Vorprodukte, Test- und Entwicklungsleistungen oder Dual-Use-Lösungen. Genau deshalb halten wir Defence für eine Chance, aber eben als strategische Ergänzung, nicht als Ersatz für das Automotive-Geschäft.</p>
<h4>Worauf haben sich Firmen dabei einzustellen?</h4>
<p>Wer in Defence will, muss vor allem seine Erwartungshaltung ändern. Das Geschäft ist langsamer, formaler und dokumentationsintensiver als viele Automotive-Lieferketten. Qualitätssicherung nach NATO-Standards, etwa AQAP, ist im Bundeswehrkontext zentral.</p>
<p>Das Beschaffungsamt der Bundeswerhr legt klare Anforderungen an Auftragnehmer fest. Je nach Qualitätsrisiko werden unterschiedliche AQAP vertraglich vereinbart. Dazu kommen Konfigurations- und Nachweislogik, sichere Dokumentation, Audits, gegebenenfalls Geheimschutz und in manchen Fällen Sicherheitsüberprüfungen.</p>
<p>Außerdem müssen sich die Firmen auf längere Produktlebenszyklen, hohe Ersatzteil- und Serviceanforderungen bis mitunter 30 Jahre lang, Vorfinanzierungsbedarf und belastbare Partnerschaften einstellen. Besonders wichtig ist der Umgang mit Verschluss-Sachen.</p>
<p>Schon im Bereich VS-NfD müssen Unternehmen verantwortliche Personen benennen, Mitarbeitende verpflichten, Schutzmaßnahmen umsetzen und IT-seitige Vorgaben beachten. Für höher eingestufte Aufträge ist eine Aufnahme in die Geheimschutzbetreuung des BMWE nicht per Eigenantrag möglich, sondern nur über einen VS-Auftraggeber. Das ist machbar, aber mit hohem Aufwand verbunden. Defence ist ein hochprofessionelles Markteintrittsprojekt, kein Opportunitätskauf.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><strong>Prognose für die Thüringer Zulieferindustrie: Keine Entwarnung, aber strategische Neusortierung</strong></h3>
<p>&nbsp;</p>
<h4>Wenn Sie auf die Zukunft Ihrer Branche schauen – ohne die Glaskugel zu bemühen: In einem Jahr sprechen wir uns hier wieder. Wie wird dann die Thüringer Autobranche aussehen? Können Sie eigentlich eine seriöse Prognose wagen?</h4>
<p>Eine seriöse Prognose kann immer nur als Szenario formuliert werden, nicht als Glaskugel. Mein wahrscheinlichstes Szenario für die Thüringer Autobranche in einem Jahr lautet: noch keine Entwarnung, aber mehr strategische Sortierung. Die Elektromobilität zieht im Markt wieder an. Im ersten Quartal 2026 sind die BEV-Neuzulassungen in Europa um 4,1 Prozent gewachsen, in Deutschland um 5,2 Prozent. Der Elektroanteil an den Neuzulassungen liegt inzwischen bei 20,5 Prozent in Europa und 22,8 Prozent in Deutschland.</p>
<p>Das klingt zunächst positiv. Aber für Thüringen ist entscheidend, wo die zusätzliche Wertschöpfung entsteht. Und genau da ist das Bild deutlich differenzierter.</p>
<p>Denn die steigende E-Nachfrage führt bislang nicht automatisch zu mehr Produktion in Deutschland. Im Gegenteil. In vielen deutschen Werken stabilisieren derzeit eher Verbrenner- und Hybridmodelle die Auslastung. Volkswagen ist dafür ein gutes Beispiel. Während die Elektro-Nachfrage in Europa im ersten Quartal zulegt, brechen die BEV-Absätze in China und den USA massiv ein.</p>
<p>VW reagiert darauf mit einer stärkeren Regionalisierung der Strategie: in China mit lokalen Partnern, in den USA mit Fokus auf margenstarke Verbrenner-SUVs, und in Europa mit neuen Elektro-Schwerpunkten außerhalb Deutschlands.</p>
<p>Ein sehr konkretes Beispiel ist der Volkswagen-E-Hub auf der iberischen Halbinsel. Dort entsteht gemeinsam mit Portugal und Spanien eine neue kosteneffiziente Elektro-Wertschöpfungsregion mit Batteriefertigung, Lieferantenstruktur und den neuen Volumenmodellen der kleinen Elektrofahrzeugfamilie ab 2026. Und auch BMW startet die neue Klasse zunächst im neuen Werk in Debrecen/Ungarn, Mercedes stärkt Rastatt und den Verbund mit Ungarn. Das zeigt: Die europäische Elektromobilität wächst, aber die Produktionslandkarte verschiebt sich.</p>
<p>Für Thüringen heißt das, dass wir sehr wahrscheinlich kein einfaches ‘Zurück zur alten Normalität’ erleben werden. Ich sehe eher drei parallele Entwicklungen. Erstens weiteren Druck auf klassische, stark verbrennerabhängige Zuliefersegmente. Zweitens vorsichtige Wachstumsimpulse in Elektronik, Interieur, Automatisierung, Fertigungstechnik und software-nahen Bereichen. Drittens eine deutlich stärkere Diversifikation in angrenzende Industrien, vom Maschinenbau bis Defence.</p>
<p>Ein weiterer Trend ist, dass reine Elektro-Werke und flexible Mischwerke im Kontrast zueinander stehen. Das hilft großen Herstellern bei der Auslastung, macht den Transformationsdruck auf spezialisierte Zulieferer aber nicht kleiner. Ein mögliches Szenario für Thüringer Zulieferbetriebe könnte demnach lauten, dass weniger Breite im alten Geschäft und mehr strategische Neupositionierung Teil der neuen Normalität wird.</p>
<p>Einige Unternehmen werden sichtbare Fortschritte bei Transformation und Diversifikation gemacht haben, andere werden weiter unter massivem Anpassungsdruck stehen. Das ist kein lineares Rebound-Szenario, aber ein realistisches.</p>
<h4>Eine letzte Frage Herr Chmelik – und damit nochmal zu Kennedy. Dieser Präsident stand seinerzeit für eine Aufbruchstimmung, die auch über den Atlantik geschwappt ist. Brauchen wir einen neuen Kennedy – womöglich auch hierzulande?</h4>
<p>(lacht). Wenn mit ‘neuer Kennedy’ ein neuer Messias gemeint ist, dann nein. Aber wenn damit eine neue Qualität von Führung gemeint ist, dann ganz klar: ja. Wir brauchen heute wieder Führungspersönlichkeiten, die Probleme nicht verniedlichen, aber auch nicht im Krisenvokabular steckenbleiben. Kennedy war darin stark. Er konnte mit Sprache Verantwortung zumuten und gleichzeitig Zuversicht erzeugen. Genau das ist in Transformationszeiten entscheidend.</p>
<p>Als Geschäftsführer und Rhetoriker schätze ich an Kennedy besonders drei Dinge. Erstens seine Verdichtung: Er bringt komplexe Lagen auf eine klare Formel. Zweitens seine Zukunftsbilder: In der Rede an der Rice University schafft er aus einem Risiko ein Ziel, das Kräfte bündelt. Drittens seine moralische Nüchternheit. In der Friedensrede an der American University spricht er nicht kitschig über Harmonie, sondern praktisch über einen erreichbaren Frieden.</p>
<p>Ich glaube, wir brauchen heute keine Kopie Kennedys, aber wir brauchen seine Tugenden in neuer Form: Klarheit, Verantwortungsappell, realistischen Mut, Begegnung auf Augenhöhe und bildhafte Sprache, die Zukunft wieder vorstellbar macht.</p>
<p>&nbsp;</p></div>
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		<title>HERMES: TU Ilmenau entwickelt mobilen Roboter für automatisierte Warenerfassung</title>
		<link>https://wirtschaftsspiegel-thueringen.com/2026/07/22/hermes-tu-ilmenau-mobiler-roboter-automatisierte-warenerfassung/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Torsten Laudien]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 22 Jul 2026 08:53:58 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Logistik]]></category>
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				<div class="et_pb_text_inner"><h1>HERMES: TU Ilmenau entwickelt mobilen Roboter für automatisierte Warenerfassung</h1>
<h3>Projekt „HERMES&#8220; vereint Robotik und RFID-Technologie – Land fördert mit rund einer Million Euro</h3></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p class="font-claude-response-body break-words whitespace-normal">Ein Roboter, der Lager in Echtzeit vermisst und Waren exakt lokalisiert: Mit dem Projekt HERMES entwickeln die TU Ilmenau und das Ilmenauer Unternehmen MetraLabs eine neue Generation der automatisierten Bestandserfassung – gefördert vom Land Thüringen mit rund einer Million Euro.</p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><h4 class="font-claude-response-body break-words whitespace-normal"><strong>3D-Erfassung statt manueller Inventur</strong></h4>
<p>Wenn aus Forschung marktfähige Lösungen werden, ist das für Thüringen mehr als ein akademischer Erfolg – es ist Standortpolitik in ihrer wirksamsten Form. Genau hier setzt das neue Projekt HERMES an, das die Technische Universität Ilmenau gemeinsam mit dem Ilmenauer Robotikunternehmen MetraLabs startet. Gefördert mit rund einer Million Euro durch das Land, zielt das Vorhaben auf eine Schlüsseltechnologie für Industrie und Handel: die präzise, automatisierte Erfassung von Warenbeständen.</p>
<p>Im Kern geht es um einen mobilen Roboter, der nicht nur autonom navigiert, sondern seine Umgebung als dreidimensionales Modell erfasst und Objekte darin hochgenau lokalisiert. Was zunächst nach einem weiteren Schritt in Richtung Automatisierung klingt, hat in der Praxis erhebliches Potenzial: Inventuren in Lagerhallen, Bestandskontrollen im Einzelhandel oder das Auffinden von Bauteilen in der Produktion könnten künftig ohne manuelle Eingriffe erfolgen – schneller, zuverlässiger und skalierbar.</p>
<h4 class="font-claude-response-body break-words whitespace-normal"><strong>Neuartiger RFID-Funkerkenner als technologischer Kern</strong></h4>
<p>Technologisch entscheidend ist dabei ein neuartiger RFID-Funkerkenner. Während herkömmliche Systeme lediglich registrieren, ob ein Tag vorhanden ist, kombiniert HERMES Mehrkanalempfang mit intelligenter Signalverarbeitung. Das Ergebnis ist eine präzise räumliche Zuordnung von Objekten. Möglich wird dies durch Datenfusion: Sensorik und Funkdaten verschmelzen zu einem konsistenten Lagebild.</p>
<p>Bemerkenswert ist zudem der systemische Ansatz. Der Roboter kalibriert sich im laufenden Betrieb selbst – ein Detail, das im industriellen Alltag über Wirtschaftlichkeit entscheidet. Wartungsaufwände sinken, Stillstandszeiten ebenso.</p>
<h4 class="font-claude-response-body break-words whitespace-normal"><strong>Thüringen als Entwicklungsstandort für Automatisierungstechnologie</strong></h4>
<p>HERMES steht damit exemplarisch für die nächste Evolutionsstufe der Automatisierung: weg von isolierten Lösungen, hin zu lernfähigen, adaptiven Systemen. Für Thüringen eröffnet sich die Chance, sich in einem wettbewerbsintensiven Feld als Entwicklungsstandort zu profilieren – vorausgesetzt, Forschung und Mittelstand bleiben so eng verzahnt wie in diesem Projekt. (tl)</p></div>
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		<title>Wie Regulierung die Logistikbranche neu justiert</title>
		<link>https://wirtschaftsspiegel-thueringen.com/2026/07/13/wie-regulierung-die-logistikbranche-neu-justiertwie-regulierung-die-logistikbranche-neu-justiert/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Torsten Laudien]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 13 Jul 2026 11:02:59 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Logistik]]></category>
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				<div class="et_pb_text_inner"><h1>Wie Regulierung die Logistikbranche neu justiert</h1>
<h3>Neue Spielregeln ab 2026</h3></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p>Die zweite Jahreshälfte 2026 markiert für die Logistik- und Mobilitätsbranche einen weiteren Einschnitt, der weniger durch spektakuläre Einzelmaßnahmen als vielmehr durch die Verdichtung regulatorischer Leitplanken geprägt ist.</p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p>Wer Transporte organisiert, Fahrzeuge disponiert oder Lieferketten steuert, bewegt sich zunehmend in einem Geflecht aus Klimavorgaben, Digitalpflichten und arbeitsrechtlichen Präzisierungen. Für viele Unternehmen bedeutet das keine punktuelle Anpassung mehr, sondern eine strukturelle Neujustierung ihrer Geschäftsmodelle.</p>
<h4>Dekarbonisierung wird zur Pflicht: EU-Klimarecht greift tiefer</h4>
<p>Im Zentrum steht die fortschreitende Dekarbonisierung, maßgeblich getrieben durch das „Fit for 55“-Paket der Europäischen Union. Dazu zählen insbesondere die verschärften CO₂-Emissionsstandards für schwere Nutzfahrzeuge gemäß der überarbeiteten Verordnung (EU) 2019/1242 sowie die Einbeziehung des Straßengüterverkehrs in das neue Emissionshandelssystem EU Emissions Trading System 2. Ergänzt wird dies durch die Corporate Sustainability Reporting Directive, die große Unternehmen zu detaillierten Nachhaltigkeitsberichten verpflichtet, einschließlich Scope-3-Emissionen entlang der Lieferkette. Die regulatorische Stoßrichtung ist eindeutig: Der Umstieg auf alternative Antriebe wird faktisch zur Voraussetzung für Marktzugang und Wettbewerbsfähigkeit.</p>
<h4>Digitale Pflichtprozesse: Vom eFTI zur Echtzeit-Logistik</h4>
<p>Parallel dazu gewinnt die Digitalisierung regulatorisch an Schärfe. Mit der eFTI Regulation wird die elektronische Bereitstellung von Frachtinformationen verbindlich, während die novellierte EU Mobility Package zusätzliche Anforderungen an digitale Tachographen und deren grenzüberschreitende Auslesbarkeit stellt. Die zweite Generation intelligenter Tachographen (Smart Tacho Version 2) wird ab 2026 flächendeckend vorgeschrieben. Papierbasierte Prozesse werden damit endgültig zum Auslaufmodell, während Telematik- und Trackinglösungen regulatorisch flankiert und teilweise verpflichtend werden.</p>
<h4>Arbeitsrecht unter verschärfter Kontrolle: Lenkzeiten und Auftraggeberhaftung</h4>
<p>Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Regulierung von Arbeitsbedingungen. Die bereits eingeführten und nun verschärft kontrollierten Vorschriften zu Lenk- und Ruhezeiten aus der Verordnung (EG) Nr. 561/2006 werden durch digitale Nachweispflichten ergänzt. Gleichzeitig stärkt das Mobilitätspaket I die sogenannte Auftraggeberverantwortung entlang der Lieferkette. Nationale Umsetzungen, etwa durch Anpassungen im deutschen Fahrpersonalgesetz, erhöhen den administrativen Druck zusätzlich. Ziel ist eine faire Wettbewerbsordnung, doch für Unternehmen bedeutet dies komplexere Dispositionsprozesse und steigende Kosten.</p>
<h4>Städtische Logistik im Wandel: Kommunale Regelwerke und Zero-Emission-Zonen</h4>
<p>Nicht zu unterschätzen ist die wachsende Bedeutung urbaner Logistikregeln. Städte verschärfen Zufahrtsbeschränkungen im Rahmen lokaler Luftreinhaltepläne und setzen zunehmend auf Null-Emissions-Zonen, gestützt durch EU-Vorgaben wie die Alternative Fuels Infrastructure Regulation. Ergänzend greifen nationale Instrumente wie das deutsche Bundes-Immissionsschutzgesetz. Für die „letzte Meile“ entstehen neue Spielregeln: emissionsarme Fahrzeuge, Mikro-Depots und gebündelte Zustellkonzepte werden zum regulatorisch begünstigten Standard.</p>
<h4>Resilienz und Sorgfaltspflichten: Lieferketten unter Beobachtung</h4>
<p>Schließlich rückt die Resilienz von Lieferketten stärker in den Fokus. Mit der Corporate Sustainability Due Diligence Directive werden Unternehmen verpflichtet, Risiken entlang ihrer Lieferketten systematisch zu identifizieren und zu adressieren. Ergänzend wirkt in Deutschland das Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz. Was bislang unternehmerische Vorsorge war, wird zunehmend rechtlich eingefordert und kontrolliert.</p>
<p>Für Thüringens Logistikbranche ergibt sich daraus ein klares Bild: Die zweite Jahreshälfte 2026 bringt keine einzelne Zäsur, sondern eine Verdichtung von Anforderungen, die strategisches Handeln erzwingt. Wer frühzeitig investiert, Prozesse digitalisiert und Kooperationen ausbaut, kann die regulatorischen Veränderungen als Hebel für Modernisierung nutzen. Wer hingegen abwartet, läuft Gefahr, von der Dynamik überrollt zu werden. In einer Branche, deren Geschäft auf Bewegung basiert, wird Stillstand zunehmend zum größten Risiko. (tl)</p></div>
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		<title>Rackchecker GmbH &#038; Co. KG: Lager auf Zeit. Kapazität ohne Kapitalbindung.</title>
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		<pubDate>Mon, 06 Jul 2026 05:20:48 +0000</pubDate>
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		<category><![CDATA[Sebastian Mertens]]></category>
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				<div class="et_pb_text_inner"><h1>Lager auf Zeit. Kapazität ohne Kapitalbindung.</h1></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_29  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><h3 style="text-align: left;">Lagerflexibilität ist heute eine maßgebliche betriebswirtschaftliche Entscheidung. Wer kurzfristig Lagerkapazität braucht, kennt das Problem: Die Anfrage beim Anbieter läuft ins Leere, die Lieferzeit beträgt sechs Wochen, und der Ansprechpartner sitzt im „Irgendwo“. Sebastian Mertens hat daraus ein Geschäftsmodell entwickelt.</h3></div>
			</div>
			</div>
				
				
				
				
			</div><div class="et_pb_row et_pb_row_19">
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				<div class="et_pb_text_inner"><p><em>Fotos: Rackchecker GmbH &amp; Co. KG</em></p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p class="isSelectedEnd">Rackchecker, 2016 in Erfurt gegründet und heute in Grammetal bei Nohra ansässig, vermietet und verkauft Regalsysteme für Industrie und Lagerlogistik: Palettenregale, Fachbodenregale und Schwerlastlösungen.</p>
<p class="isSelectedEnd">Die Lösungen sind individuell und nach betrieblichem Bedarf konfiguriert. Das Besondere daran ist jedoch nicht das eigentliche Portfolio, sondern der persönliche Support und die Reaktionszeit, die Mertens garantiert. „Wir sind vor Ort“, sagt Mertens. „Wenn ein Unternehmen in der Mitte Deutschlands kurzfristig Kapazität braucht, sind wir in der Regel innerhalb von 48 Stunden da – und zwar mit Angebot, Aufmaß und einem konkreten Ansprechpartner.“ Diese Logik kommt aus der Sicht des Logistikexperten und verweist auf ein eigenes Monteurteam, regionale Lagerhaltung und vor allem kurze Entscheidungswege.</p>
<h5 class="isSelectedEnd">Mieten statt kaufen: die betriebswirtschaftliche Abwägung</h5>
<p class="isSelectedEnd">Für Unternehmen ist die Wahl zwischen Kauf und Miete von Lagereinrichtungen keine Frage der Präferenz, sondern der Liquidität und Planungssicherheit. Wer in ein Bauprojekt, einen Standortumzug oder eine saisonale Auftragsspitze läuft, will keine fünf- oder sechsstelligen Investitionen in Stahlregale binden, die in zwölf Monaten wieder abgebaut werden müssen.</p>
<p class="isSelectedEnd">Das Mietmodell von Rackchecker setzt genau hier an und stellt Palettenregale und Fachbodenregale für den benötigten Zeitraum inklusive Lieferung, Montage und späterer Demontage durch das eigene Team bereit. Eine Kaufoption ist jederzeit möglich. Das Unternehmen arbeitet mit mittelständischen Produktions- und Logistikbetrieben ebenso zusammen wie mit Handelsunternehmen und Projektträgern im Bauwesen.</p>
<h5 class="isSelectedEnd">Aktives Recycling und Kreislaufwirtschaft</h5>
<p class="isSelectedEnd">Entscheidende Pluspunkte ergeben sich aus der Ressourcenschonung und können in der Nachhaltigkeitsberichterstattung des Kundenunternehmens aufgeführt werden.</p>
<p class="isSelectedEnd">• Aufbereitung, Wartung und Neuvermietung bilden konsequent die Kreislaufwirtschaft ab.</p>
<p class="isSelectedEnd">• Weniger Primärrohstoffe wie beispielsweise neu geschmolzener Stahl verbessern die CO₂-Bilanz.</p>
<p class="isSelectedEnd">• Überkapazitäten werden vermieden, was den Flächen- und Energieverbrauch optimiert.</p>
<p>• Langlebigkeit und professionelle Pflege liegen im Interesse von Rackchecker.</p>
<h5 class="isSelectedEnd">Regional verankert, operativ beweglich</h5>
<p class="isSelectedEnd">Mertens ist kein Quereinsteiger. Er hat über Jahre als Intralogistikberater Lagerprozesse in der Praxis begleitet und weiß, wie unterschiedlich die Anforderungen je nach Branche und Betriebsgröße ausfallen. Als stellvertretender Vorstandsvorsitzender des Logistik Netzwerk Thüringen e. V. ist er tief im regionalen Wirtschaftsgefüge verankert und betreut Unternehmen von der CATL-Ansiedlung am Erfurter Kreuz bis zu den mittelständischen Zulieferern im Thüringer Becken.</p>
<p class="isSelectedEnd">Diese Marktnähe schlägt sich in der Beratungsqualität nieder. Rackchecker liefert keine Standardlösung aus dem Katalog, sondern Einschätzungen auf Basis konkreter betrieblicher Realitäten und ein Team, das nach der Montage erreichbar bleibt.</p>
<p class="isSelectedEnd">Das Leistungsspektrum reicht über die Vermietung hinaus: Ankauf und Aufbereitung gebrauchter Regalsysteme, Regalprüfung nach DIN EN 15635 und DGUV Regel 108-007, den Einsatz regionaler Systeme wie die MantaMESH-Drahtgitterböden sowie den patentierten Sprinklerriegel „RackXPro“ – entwickelt in Thüringen, aus einem konkreten Schadensfall heraus und heute mit europäischem Patent im Einsatz.</p>
<p>„Sie als Unternehmen in Thüringen und Mitteldeutschland gewinnen mit uns einen Anbieter, der vor Ort ist und es nach der Montage bleibt“, sagt Mertens und verspricht: „Rufen Sie uns an. Wir schauen uns Ihren Bedarf an und haben in der Regel noch in derselben Woche eine Lösung.“</p>
<p>&nbsp;</p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><h5>Beispielrechnung:</h5>
<p><strong>Standardregalsystem mit ca. 2.000 – 2.500 Palettenstellplätzen</strong></p>
<ul>
<li>Regalanlage (neu) Kauf ca. 58.000 Euro</li>
<li>Regalanlage (gebraucht) Kauf ca. 40.000 Euro</li>
<li>Miete pro Monat ca. 1.600 Euro<br />(Betriebsausgabe absetzbar)</li>
</ul>
<p>Im <a href="http://www.youtube.com/watch?v=yFQPDCkKk1Q">Projektfilm</a> der Firma Homann wird deutlich,<br />wie Rackchecker als Umsetzungspartner in der<br />Prozesskette wirkt.</p></div>
			</div>
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				<a href="https://www.youtube.com/watch?v=yFQPDCkKk1Q"><span class="et_pb_image_wrap "><img loading="lazy" decoding="async" width="549" height="392" src="https://wirtschaftsspiegel-thueringen.com/wp-content/uploads/2026/06/Lager.png" alt="" title="Rackchecker GmbH &amp; Co. KG" srcset="https://wirtschaftsspiegel-thueringen.com/wp-content/uploads/2026/06/Lager.png 549w, https://wirtschaftsspiegel-thueringen.com/wp-content/uploads/2026/06/Lager-480x343.png 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) 549px, 100vw" class="wp-image-22398" /></span></a>
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					<div class="et_pb_main_blurb_image"><span class="et_pb_image_wrap et_pb_only_image_mode_wrap"><img loading="lazy" decoding="async" width="236" height="95" src="https://wirtschaftsspiegel-thueringen.com/wp-content/uploads/2026/06/20231215_Rackchecker-Logo_jpeg.png" alt="SIOS Meßtechnik GmbH Logo" class="et-waypoint et_pb_animation_top et_pb_animation_top_tablet et_pb_animation_top_phone wp-image-22399" /></span></div>
					<div class="et_pb_blurb_container">
						<h4 class="et_pb_module_header"><span>Rackchecker GmbH & Co. KG</span></h4>
						<div class="et_pb_blurb_description"><p style="text-align: center;">
<p style="text-align: center;">Hauptstr. 25a<br />99428 Grammetal</p>
<p style="text-align: center;">Tel. +49 36203 253574<br />Mail: info@rackchecker.de</p>
<p style="text-align: center;">Webseite: <span style="color: #e30613;"><a style="color: #e30613;" href="http://www.rackchecker.de" target="_blank" rel="noopener">www.rackchecker.de</a></span></p></div>
					</div>
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			</div></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://wirtschaftsspiegel-thueringen.com/2026/07/06/rackchecker-gmbh-co-kg-lager-auf-zeit-kapazitaet-ohne-kapitalbindung/">Rackchecker GmbH &#038; Co. KG: Lager auf Zeit. Kapazität ohne Kapitalbindung.</a> erschien zuerst auf <a href="https://wirtschaftsspiegel-thueringen.com">Wirtschaftsspiegel Thüringen</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>SLC: Was Transportunternehmer derzeit beschäftigt</title>
		<link>https://wirtschaftsspiegel-thueringen.com/2026/07/03/slc-was-transportunternehmer-derzeit-beschaeftigt/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Sandra Böhm]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 03 Jul 2026 12:38:22 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Antriebe]]></category>
		<category><![CDATA[Jena]]></category>
		<category><![CDATA[Logistik]]></category>
		<category><![CDATA[Mobilität]]></category>
		<category><![CDATA[Thüringen]]></category>
		<category><![CDATA[Unternehmen]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaftsnachrichten]]></category>
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		<category><![CDATA[SMART COMPLIANT LOGISTICS Kongress 2026]]></category>
		<category><![CDATA[Volkshaus]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://wirtschaftsspiegel-thueringen.com/?p=22489</guid>

					<description><![CDATA[<p>Der Beitrag <a href="https://wirtschaftsspiegel-thueringen.com/2026/07/03/slc-was-transportunternehmer-derzeit-beschaeftigt/">SLC: Was Transportunternehmer derzeit beschäftigt</a> erschien zuerst auf <a href="https://wirtschaftsspiegel-thueringen.com">Wirtschaftsspiegel Thüringen</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><div class="et_pb_section et_pb_section_18 et_section_regular" >
				
				
				
				
				
				
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				<div class="et_pb_text_inner"><p><em><span class="span-reading-time rt-reading-time"><span class="rt-label rt-prefix">Lesedauer:</span> <span class="rt-time"> 3</span> <span class="rt-label rt-postfix">Minuten</span></span></em></p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><h1>Was Transportunternehmer derzeit beschäftigt</h1>
<h3>Smart Compliant Logistics Kongress in Jena</h3></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_35  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p>Beim 12. SMART COMPLIANT LOGISTICS (SCL) Kongress im Volkshaus Jena diskutierten am 30. Juni und 1. Juli Vertreter aus Transportwirtschaft, Kommunen, Wissenschaft und Technologieentwicklung über die Zukunft des gewerblichen Güterverkehrs.</p></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_image et_pb_image_8">
				
				
				
				
				<span class="et_pb_image_wrap "><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://wirtschaftsspiegel-thueringen.com/wp-content/uploads/2026/07/SWP_4354-1024x683.jpg" alt="" title="Smart Compliant Logistics Kongress in Jena 2026" srcset="https://wirtschaftsspiegel-thueringen.com/wp-content/uploads/2026/07/SWP_4354-980x653.jpg 980w, https://wirtschaftsspiegel-thueringen.com/wp-content/uploads/2026/07/SWP_4354-480x320.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) and (max-width: 980px) 980px, (min-width: 981px) 1024px, 100vw" class="wp-image-22555" /></span>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_36  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p><em>Der 12. Smart Compliant Logistics Kongress fand im Volkshaus Jena statt. </em>| Foto<em>: Steffen Walther | DAKO</em></p></div>
			</div>
			</div>
				
				
				
				
			</div><div class="et_pb_row et_pb_row_27">
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				<div class="et_pb_text_inner"><p class="font-claude-response-body break-words whitespace-normal" data-sourcepos="17:1-17:619;1342-1960">Den Auftakt des inhaltlichen Programms bildete ein Themenblock zu Digitalisierung und Künstlicher Intelligenz im Transportgewerbe – ein Feld, in dem sich für Unternehmer inzwischen konkrete Investitionsentscheidungen stellen.</p>
<h4 data-start="1258" data-end="1305"><strong data-start="1258" data-end="1305">KI in der Logistik schrittweise einsetzen</strong></h4>
<p class="font-claude-response-body break-words whitespace-normal" data-sourcepos="17:1-17:619;1342-1960">Martin Friedrich vom Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik (IML) ordnete ein, warum an KI kaum noch ein Weg vorbeiführt: Logistik sei eine Querschnittsfunktion, in der praktisch überall Daten anfallen – von der Disposition bis zur Tourenplanung. KI-Systeme nutzten diese Daten, um Routen in Echtzeit zu optimieren und damit direkt auf Kosten- und Auslastungskennzahlen zu wirken.</p>
<p class="font-claude-response-body break-words whitespace-normal" data-sourcepos="21:1-21:536;2579-3114">Dass der Wandel neben technischen auch organisatorische Fragen aufwirft, machten seine Beispiele deutlich: Mangelnde Akzeptanz in der Belegschaft gelte als ein zentrales Umsetzungshemmnis. Hinzu kommen historisch gewachsene IT-Landschaften, die sich nicht kurzfristig modernisieren lassen. Sein Appell an Logistik-Unternehmer: schrittweise vorgehen und vorab prüfen, welche sich ständig wiederholenden Aufgaben nutzenbringend eine KI übernehmen könnte.</p>
<h4 data-start="1258" data-end="1305"><strong data-start="1258" data-end="1305">E-Logistik: Pilotprojekt zu reservierbaren Ladepunkten</strong></h4>
<p data-start="494" data-end="952">Wolfgang Schmid (Webfleet Solutions) ergänzte mit einem Praxisbericht, wie vernetzte Fahrzeugdaten die Steuerungslogik ganzer Flotten verändern.</p>
<p class="font-claude-response-body break-words whitespace-normal" data-sourcepos="29:1-29:571;3791-4361">Für die unternehmerische Perspektive ebenfalls aufschlussreich war der Beitrag von Maximilian Zähringer (FRYTE Mobility GmbH). Seine Kernthese: Sobald Elektro-Lkw in der Fläche ankommen, wird nicht mehr die Reichweite, sondern die Energieversorgung zum größten strukturellen Hebel für Transportunternehmen.</p>
<p class="font-claude-response-body break-words whitespace-normal" data-sourcepos="29:1-29:571;3791-4361">Ladeinfrastruktur müsse laut ihm vorausschauend geplant werden – inklusive belastbarer Prognosen zu Energie- und Lastspitzenbedarf. Statt klassischer Routenplanung brauche es künftig eigene „Energiefahrpläne&#8220;, die Ladezeiten und Netzkapazitäten von vornherein einkalkulieren. Ein entsprechender Pilot, der Logistik- und Energieplanung zusammenführt, läuft nach Angaben von Zähringer bereits seit drei Wochen mit MAN Truck &amp; Bus in München. &#8222;Darin geht es darum, für die Subunternehmer von MAN Ladepunkte zum einen bereitzustellen und zum anderen reservierbar zu machen, sodass sicher gesagt werden kann, welcher Frächter lädt wann an dem Ladepunkt.&#8220;</p>
<h4 data-start="1258" data-end="1305"><strong data-start="1258" data-end="1305">Einordnung des Veranstalters</strong></h4>
<p class="font-claude-response-body break-words whitespace-normal" data-sourcepos="37:1-37:623;5101-5723">Dr. Harald Hempel, Leiter für Innovation &amp; Forschung bei der gastgebenden DAKO GmbH, betonte den Anspruch der Veranstaltung, über den reinen Fachaustausch hinauszugehen. Der SCL-Kongress sei mehr als eine Fachveranstaltung, sondern ein Ort, an dem Praxis, Forschung und Politik gemeinsam nach tragfähigen, wirtschaftlich umsetzbaren Lösungen suchten. Entsprechend zeigte er sich enttäuscht über die im Vergleich zu den Vorjahren niedrigeren Anmeldezahlen. Gerade wenn es um Erneuerungen in der Branche gehe, sei der Austausch wichtig, weswegen er Veranstaltungen wie diese für eine wichtige Plattform halte.</p>
<p class="font-claude-response-body break-words whitespace-normal" data-sourcepos="37:1-37:623;5101-5723">Auch die Stadt Jena positionierte sich beim Auftakt: Dezernent für Stadtentwicklung und Umwelt Dirk Lange rief Unternehmen dazu auf, konsequent in neue Technologien zu investieren, statt an überholten Lösungen festzuhalten.</p>
<h4 data-start="1258" data-end="1305"><strong data-start="1258" data-end="1305">SLC: Themen des 2. Kongresstages</strong></h4>
<p data-start="494" data-end="952">Am Nachmittag widmete sich der Kongress laut Tagesordnung den Themen Kommunen und Kreislaufwirtschaft, unter anderem der Rückgewinnung von Lithium aus Altbatterien sowie Best-Practice-Berichten zu alternativen Antrieben und geräuscharmer Stadtlogistik – Themen mit direktem Bezug zu Restwertstrategien und ESG-Berichtspflichten von Transportunternehmen.</p>
<p data-start="494" data-end="952">Der zweite Kongresstag (1. Juli) startete demnach mit Impulsen zu Brennstoffzellen-Förderung, Batterietechnologie und Solarmobilität, gefolgt von einem Block zu Compliance und Unternehmerhaftung – unter anderem zur seit 1. Juli 2026 geltenden Tachografenpflicht und zu den Anforderungen der EU-Verordnung 165/2014, die für Flottenbetreiber unmittelbar haftungsrelevant sind. (sa/em)</p></div>
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		<title>Zwischen Tradition und Transformation</title>
		<link>https://wirtschaftsspiegel-thueringen.com/2026/06/18/thueringens-schluesselindustrien-zwischen-tradition-und-transformation/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Torsten Laudien]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 18 Jun 2026 05:52:44 +0000</pubDate>
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				<div class="et_pb_text_inner"><h1>Thüringens Schlüsselindustrien: Zwischen Tradition und Transformation</h1>
<h3>Das Fundament, das trägt – und tragen muss</h3></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p>Wenn man in Thüringen von Schlüsselindustrien spricht, dann meint man nicht bloß Branchen. Man meint Lebensläufe. Man meint Generationen, die in denselben Werkhallen standen, denselben Präzisionswerkzeugen vertrauten, denselben Stolz empfanden, wenn ein Produkt „Made in Thuringia“ in die Welt ging. Und genau deshalb ist die Frage, welche Industrien dieses Land auch morgen noch tragen werden, keine nüchterne Standortanalyse.</p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p data-start="554" data-end="858">Es ist eine Frage, die ans Eingemachte geht. Thüringen ist kein Wirtschaftsriese. Das war es nie. Aber es ist etwas, das in der modernen Ökonomie mindestens genauso zählt: spezialisiert, vernetzt, innovationsbereit – und dabei tief verwurzelt in einem industriellen Erbe, das sich nicht verleugnen lässt.</p>
<h4 data-start="864" data-end="904">Optik und Photonik: Jena leuchtet – noch</h4>
<p data-start="908" data-end="1387">Es gibt wenige Orte in Deutschland, wo Wissenschaft und Industrie so eng ineinandergreifen wie in Jena. Die Optik- und Photonikbranche ist das leuchtende Aushängeschild – und das im Wortsinn. Unternehmen wie ZEISS, Jenoptik oder das Fraunhofer-Institut IOF haben dem Standort internationales Renommee verschafft. Präzisionsoptik, Lasertechnologie, Halbleiterinspektion: Produkte aus dem Jenaer Raum stecken in Smartphones, Satelliten und medizinischen Geräten rund um den Globus.</p>
<p data-start="1393" data-end="1876">Doch selbst hier gilt: Stillstand ist Rückschritt. Die globale Konkurrenz schläft nicht, und die Investitionszurückhaltung, die in den letzten Jahren auch innovative Hochburgen erfasst hat, hinterlässt ihre Spuren. Dass ZEISS kürzlich neue Flächen in Jena-Isserstedt erwirbt, ist ein Signal – aber es darf nicht das einzige bleiben. Thüringen braucht mehr solcher Commitments. Und es braucht die politischen Rahmenbedingungen, die solche Entscheidungen erleichtern, nicht erschweren.</p>
<h4 data-start="1882" data-end="1932">Automobilzulieferer: Ein Sektor im Überlebenskampf</h4>
<p data-start="1936" data-end="2368">Wer durch die Industriegebiete zwischen Eisenach und Gera fährt, dem wird nicht entgangen sein: Vieles, was hier jahrzehntelang brummte, brummt leiser. Die Automobilzulieferindustrie war und ist einer der größten Arbeitgeber des Freistaats. Bosch, Continental, Magna – die Namen klingen nach Stabilität. Doch die Transformation hin zur Elektromobilität und der gleichzeitige Einbruch der Nachfrage haben tiefe Schnitte hinterlassen.</p>
<p data-start="2374" data-end="2774">Das ist kein thüringisches Phänomen, gewiss. Aber Thüringen trifft es mit besonderer Wucht, weil die Abhängigkeit von wenigen großen Playern groß ist und weil der Mittelstand rund um diese Ankerbetriebe oft nicht die Ressourcen hat, Transformationen alleine zu stemmen. Hier ist Industriepolitik gefordert – nicht als Schönwetterveranstaltung, sondern als ernsthafte Antwort auf eine ernsthafte Lage.</p>
<p data-start="2780" data-end="3003">Die gute Nachricht: Viele Zulieferer sind dabei, ihre Geschäftsmodelle anzupassen. Neue Produkte, neue Kunden, neue Märkte – der Mut ist da. Was fehlt, sind mancherorts die Liquidität und die klaren Signale aus der Politik.</p>
<h4 data-start="3009" data-end="3042">Maschinenbau: Der stille Champion</h4>
<p data-start="3046" data-end="3447">Der Maschinenbau ist Thüringens stiller Champion. Er macht keine großen Schlagzeilen, er organisiert keine Pressekonferenzen mit Politikern auf der Bühne. Er produziert. Zuverlässig, präzise, oft unsichtbar – und doch unverzichtbar. In Schmalkalden, Sonneberg, Suhl: Hier sitzen Unternehmen, die Maschinen bauen, mit denen wiederum andere Maschinen gebaut werden. Die Zulieferkette der Zulieferketten.</p>
<p data-start="3453" data-end="3900">Diese Betriebe verdienen mehr Aufmerksamkeit, als sie bekommen. Nicht in Form von Fördermittelbescheiden allein, sondern in Form von verlässlichen Energiepreisen, gut ausgebauter Infrastruktur und – vor allem – von Fachkräften. Der demografische Wandel trifft den Maschinenbau so hart wie kaum eine andere Branche. Und hier schließt sich der Kreis: Ausbildung, Zuwanderung, Willkommenskultur sind keine Lifestyle-Themen. Sie sind Industriepolitik.</p>
<h4 data-start="3906" data-end="3962">Gesundheitswirtschaft: Wachstumsbranche mit Bodenhaftung</h4>
<p data-start="3966" data-end="4267">Nicht jede Schlüsselindustrie hat Öl an den Händen. Die Gesundheitswirtschaft ist ein gutes Beispiel dafür, wie sich ein Sektor still und beständig zu einer tragenden Säule entwickelt hat. Thüringen besitzt eine bemerkenswerte Dichte an Kliniken, Medizintechnikunternehmen und Forschungseinrichtungen.</p>
<p data-start="4273" data-end="4614">Saalfeld, Bad Berka, Erfurt – überall entstehen oder wachsen Kompetenzen, die weit über das regionale Versorgungsangebot hinausgehen. Medizintechnik und Pharmazulieferung sind Branchen, die auch in Krisenzeiten gefragt sind. Wer hier investiert, investiert in etwas, das der demografische Wandel nicht überflüssig machen wird – im Gegenteil.</p>
<h4 data-start="4620" data-end="4686">Digitalisierung und KI: Das Versprechen, das eingelöst werden muss</h4>
<p data-start="4690" data-end="5098">Thüringen hat erkannt, dass es in der digitalen Transformation nicht zuschauen darf. Die Technische Universität Ilmenau, die Friedrich-Schiller-Universität Jena, das Ernst-Abbe-Hochschul-Netzwerk – hier werden die Köpfe ausgebildet, die Thüringen in das digitale Zeitalter führen können. Der neue Data-Science-Studiengang in Ilmenau ist ein Schritt in die richtige Richtung. Mehr solcher Schritte sind nötig.</p>
<p data-start="5104" data-end="5422">Aber Bildung allein genügt nicht. Die entscheidende Frage ist: Bleiben diese Talente in Thüringen? Finden sie hier Unternehmen, die ihre Fähigkeiten brauchen und schätzen? Start-up-Ökosysteme brauchen Risikokapital, Netzwerke und Rückenwind. Hier hat Thüringen noch Aufholbedarf – auch wenn die Ansätze vorhanden sind.</p>
<h4 data-start="5428" data-end="5474">Halbleiter: Thüringens stille Technologiemacht</h4>
<p data-start="5478" data-end="5877">Es gibt eine Industrie in Thüringen, die selten in den Schlagzeilen auftaucht – und dabei zu den strategisch bedeutsamsten Feldern gehört, die ein Industrieland vorweisen kann: die Halbleiterbranche. Chips. Siliziumwafer. Mikroelektronik. Klingt nach Sachsen, nach Dresden, nach Silicon Saxony. Und doch: Thüringen ist mittendrin – mit einer Tiefe und Breite der Wertschöpfung, die viele überrascht.</p>
<p data-start="5883" data-end="6456">Der Anker ist X-FAB Semiconductor Foundries in Erfurt. Mehr als 800 Beschäftigte am Standort, rund 4.500 weltweit – und eine Spezialisierung, die das Unternehmen zum europäischen Marktführer in seinem Segment gemacht hat. X-FAB baut keine Massenware. Das Unternehmen fokussiert sich auf Analog-/Mixed-Signal-Halbleiter und anwendungsspezifische Schaltkreise – sogenannte ASICs – für Automobil, Medizintechnik und Raumfahrt. 30 bis 40 Prozent aller weltweit verbauten Reifendruckkontrollsensoren stammen aus Erfurt. Das ist keine Randnotiz. Das ist Weltklasse aus Thüringen.</p>
<p data-start="6462" data-end="7172">Die Geschichte hinter dieser Stärke reicht tief. Schon zu DDR-Zeiten war Mitteldeutschland das Zentrum des Hochtechnologieprogramms in der Mikroelektronik. In Erfurt und Jena standen die großen Kombinate, aus denen nach der Wende Ausgründungen, Privatisierungen und Neuanfänge entstanden. X-FAB ist ein direkter Nachfahre dieser Tradition – und hat sie in die Gegenwart geführt. Seit 1992 hat das Unternehmen einen dreistelligen Millionenbetrag in neue Anlagen investiert. Ende 2025 wurde bekannt: 128 Millionen Euro Staatshilfe fließen in eine neue Chipfabrik in Erfurt, die 2029 ihren Betrieb aufnehmen soll – spezialisiert auf MEMS, also mikroelektromechanische Systeme für Automobil, KI und Medizintechnik.</p>
<p data-start="7178" data-end="7749">Das ist ein starkes Signal. Aber auch eines, das nachdenklich machen sollte: Ohne Staatsförderung wäre diese Investitionsentscheidung möglicherweise anders ausgefallen. Hier zeigt sich die Zwickmühle, in der viele europäische Halbleiterstandorte stecken. Die Konkurrenz aus Asien und Nordamerika wird massiv subventioniert. Europa hat mit dem European Chips Act reagiert. Thüringen hat sich früh als Gründungsmitglied der Europäischen Halbleiterallianz ESRA positioniert – gemeinsam mit Sachsen, Bayern und anderen deutschen Bundesländern. Das ist kluge Industriepolitik.</p>
<p data-start="7755" data-end="8330">Und doch: Neben X-FAB verdient auch das Umfeld mehr Aufmerksamkeit. Melexis in Erfurt, Vistec Electron Beam in Jena, zahlreiche spezialisierte Mittelständler und Start-ups – sie alle bilden ein Ökosystem, das wächst, aber Pflege braucht. Thüringen deckt nahezu die gesamte Wertschöpfungskette in der Mikroelektronik ab, von der Rohstoffaufbereitung über Halbleiterelemente bis zur Systemintegration. Das ist keine Selbstverständlichkeit. Das ist das Ergebnis jahrzehntelanger Spezialisierung. Und es ist ein Pfund, mit dem man wuchern sollte – laut, sichtbar und strategisch.</p>
<p data-start="8336" data-end="8853">Die entscheidende Frage ist auch hier die nach den Fachkräften. Europa braucht bis 2030 Zehntausende zusätzliche Halbleiterspezialisten. Thüringen konkurriert um dieselben Köpfe wie Dresden, München und Amsterdam. Wer die Besten gewinnen will, braucht mehr als gute Löhne: attraktive Städte, verlässliche Kitas, schnelles Internet und ein Umfeld, das Weltklasseforschung mit Lebensqualität verbindet. Das ist keine Marketingaufgabe. Das ist Standortpolitik – und sie beginnt im Kleinen, im Alltäglichen, im Konkreten.</p>
<h4 data-start="8859" data-end="8880">Was jetzt gefragt ist</h4>
<p data-start="8884" data-end="9131">Thüringen steht wirtschaftlich an einem Punkt, der keine Komfortzone erlaubt. Die Stimmung ist, wie Umfragen zeigen, angespannt. Aber angespannt bedeutet nicht hoffnungslos. Es bedeutet: Man hat die Anspannung gespürt und überlegt, was zu tun ist.</p>
<p data-start="9137" data-end="9514">Die Schlüsselindustrien dieses Landes – Optik und Photonik, Automobilzulieferung, Maschinenbau, Gesundheitswirtschaft, Digitalisierung und Halbleiter – sind kein Museum. Sie sind ein lebendiges, sich wandelndes Gefüge. Was sie brauchen, ist kein staatlicher Schutzwall, sondern verlässliche Rahmenbedingungen: Infrastruktur, Energiepreise, Bürokratieabbau, Fachkräftegewinnung.</p>
<p data-start="9520" data-end="9757">Das klingt nach Hausaufgaben. Das ist es auch. Und Hausaufgaben macht man nicht beim nächsten Wahlkampfauftritt. Man macht sie täglich. Thüringens Unternehmerinnen und Unternehmer tun das. Es wäre schön, wenn die Politik mithalten würde. (tl)</p></div>
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		<title>DAKO GmbH: SMART COMPLIANT LOGISTICS Kongress 2026 in Jena</title>
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		<pubDate>Wed, 17 Jun 2026 12:58:31 +0000</pubDate>
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<h3>Die Zukunft der Logistik verantwortungsvoll gestalten</h3></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><h5 class="isSelectedEnd">Zukunft braucht Verantwortung</h5>
<p class="isSelectedEnd">Die Stadt Jena steht seit Jahrzehnten für technologischen Fortschritt, wissenschaftliche Exzellenz und unternehmerischen Mut. Zwischen Forschungseinrichtungen, mittelständischen Innovationsmotoren und international erfolgreichen Technologieunternehmen hat sich eine Kultur entwickelt, die Wandel nicht nur begleitet, sondern maßgeblich prägt.</p>
<p class="isSelectedEnd">Genau in diesem Umfeld hat das mittelständische Transportsoftware-Unternehmen DAKO GmbH seinen Sitz. Mit dem jährlich stattfindenden SMART COMPLIANT LOGISTICS Kongress begleitet und gestaltet DAKO die Debatten um Theorie und Praxis nachhaltiger Mobilität aktiv mit.</p>
<p class="isSelectedEnd">Entstanden aus einem Forschungsprojekt zur Neugestaltung von City-Logistik-Konzepten, hat sich die ursprünglich als SMART CITY Logistik Kongress bekannte Veranstaltung über die Jahre als anerkanntes Fachforum und Netzwerkplattform für Akteure aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik etabliert. Mit der Umbenennung wird die inhaltliche Weiterentwicklung der vergangenen Jahre nun auch im Namen sichtbar. Der neue Name steht für eine thematische Öffnung und gleichzeitig für einen klaren Fokus auf rechtssichere Logistik (Compliant Logistics). Dabei stehen moderne Transport- und Logistikkonzepte im Mittelpunkt, die wirtschaftlich, gesetzeskonform und nachhaltig sind und damit Antworten auf die realen Herausforderungen einer Branche im Umbruch liefern.</p>
<h5 class="isSelectedEnd">Innovation zum Anfassen</h5>
<p>Auch in diesem Jahr erwartet die Besucherinnen und Besucher am 30. Juni und 1. Juli im Volkshaus Jena und am Carl-Zeiss-Platz ein hochkarätiges Programm mit Fachvorträgen, Diskussionsrunden und praxisnahen Einblicken in moderne Transport- und Logistiklösungen. Im Fokus stehen aktuelle Herausforderungen wie Digitalisierung, Compliance, alternative Antriebe und moderne Logistikkonzepte sowie die Chancen, die sich daraus für Unternehmen ergeben. Der Kongress zeichnet sich besonders durch den engen Austausch zwischen Vertreterinnen und Vertretern aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik aus, die in Jena auf Augenhöhe zusammenkommen.</p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><h5>Netzwerk mit Haltung</h5>
<p class="isSelectedEnd">Auf die Frage, was den SMART COMPLIANT LOGISTICS Kongress so besonders macht, antwortet Harald Hempel, Chief Compliance and Research Officer bei DAKO:</p>
<p class="isSelectedEnd">„Der Kongress bietet in historischer Kulisse eine ganz besondere Atmosphäre, in der die Vorzüge eines hochkarätig besetzten Fachplenums mit denen einer exklusiven Produktmesse und der freundschaftlichen Atmosphäre eines familiären Netzwerktreffens kombiniert werden. Wir bieten viel Raum für aktive Diskussion, technische und konzeptionelle Neuentdeckungen sowie ungezwungenen Austausch für die Anbahnung erfolgreicher Partnerschaften. Die Menschen, die wir in diesen zwei Tagen zusammenbringen, eint ihr innovatives Mindset – unabhängig davon, ob sie einem weltweit agierenden Konzern angehören oder frische Ideen im Rahmen eines Solo-Start-ups vorantreiben.“</p>
<p>Dabei versteht sich der Kongress bewusst nicht als geschlossene Expertenveranstaltung. Die begleitende Ausstellung im öffentlichen Raum sowie die offene Atmosphäre des Events sollen den Dialog fördern – auch über Branchengrenzen hinaus. Denn nachhaltige und zukunftsfähige Mobilität betrifft längst nicht nur große Konzerne oder spezialisierte Fachkreise, sondern ebenso regionale Unternehmen, Handwerksbetriebe, Fuhrunternehmer und kommunale Akteure.</p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p style="text-align: right;">Harald Hempel, Chief Compliance &amp; Research Officer DAKO<br />Foto: DAKO GmbH</p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p><strong>SMART COMPLIANT LOGISTICS Kongress 2026<br /></strong>30. Juni und 01. Juli 2026<br />Volkshaus Jena<strong><br /></strong>Carl-Zeiss-Platz 15, 07743 Jena<strong><br /></strong><a href="http://www.dako.de/scl-kongress_2026/">www.scl-kongress.de</a></p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><h4>DAKO GmbH</h4>
<p>Die Geschichte der DAKO GmbH begann 2004 mit der Pionierarbeit auf dem Feld der Digitalisierung von Tachoscheiben. Auch beim Fernauslesen der ersten digitalen Fahrtenschreiber war das Unternehmen Vorreiter und führte diese „Traditionslinie der Innovation“ bis zur aktuellen Generation smarter Tacho grafen fort.</p>
<p>Heute bietet die DAKO GmbH seinen Kunden und Partnern weit mehr als gesetzeskonforme Archivierung und Auswertung von Fahrer- und Fahrzeug daten. Die IT-Enthusiasten aus Jena verknüpfen Daten rund um Fahrzeuge und Mitarbeiter zu verlässlichen Entscheidungsgrundlagen für echte Mehrwerte im Tagesgeschäft des gewerblichen Güterverkehrs. Vom kleinen Handwerks betrieb bis zum Branchenriesen hilft DAKO bedarfs gerecht, Transportprozesse zu digitalisieren und optimale Verknüpfungen in der alltäglichen Geschäftswelt zu ermöglichen.</p>
<p><a href="http://www.dako.de">www.dako.de</a></p>
<p>​</p></div>
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			</div></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://wirtschaftsspiegel-thueringen.com/2026/06/17/dako-gmbh-smart-compliant-logistics-kongress-2026-in-jena/">DAKO GmbH: SMART COMPLIANT LOGISTICS Kongress 2026 in Jena</a> erschien zuerst auf <a href="https://wirtschaftsspiegel-thueringen.com">Wirtschaftsspiegel Thüringen</a>.</p>
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		<title>Politischer Beirat des Mobilitätsnetzwerks gegründet</title>
		<link>https://wirtschaftsspiegel-thueringen.com/2026/06/04/politischer-beirat-des-mobilitaetsnetzwerks-gegruendet/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Torsten Laudien]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 04 Jun 2026 06:39:30 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Mobilität]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaftsnachrichten]]></category>
		<category><![CDATA[autonomes Fahren]]></category>
		<category><![CDATA[Autos]]></category>
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		<guid isPermaLink="false">https://wirtschaftsspiegel-thueringen.com/?p=22195</guid>

					<description><![CDATA[<p>Der Beitrag <a href="https://wirtschaftsspiegel-thueringen.com/2026/06/04/politischer-beirat-des-mobilitaetsnetzwerks-gegruendet/">Politischer Beirat des Mobilitätsnetzwerks gegründet</a> erschien zuerst auf <a href="https://wirtschaftsspiegel-thueringen.com">Wirtschaftsspiegel Thüringen</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><div class="et_pb_section et_pb_section_26 et_section_regular" >
				
				
				
				
				
				
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				<div class="et_pb_text_inner"><p><em><span class="span-reading-time rt-reading-time"><span class="rt-label rt-prefix">Lesedauer:</span> <span class="rt-time"> 2</span> <span class="rt-label rt-postfix">Minuten</span></span></em></p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><h1>Politischer Beirat des Mobilitätsnetzwerks gegründet</h1>
<h3>Thüringens Mobilität braucht den Schulterschluss</h3></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p>Es ist ein Bild mit Symbolkraft: Im Erfurter Augustinerkloster, einem Ort der Einkehr und Besinnung, suchte die Thüringer Verkehrspolitik die Einigkeit. Die Konstituierung des Politischen Beirats des Thüringer Mobilitätsnetzwerks (TMN) markiert einen Wendepunkt, der für den Wirtschaftsstandort Thüringen längst überfällig war. Um im Bild zu bleiben: weg von der ideologischen Leitplanke, hin zu einer pragmatischen Spurführung.</p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p><em>Der Politische Beirat des Mobilitätsnetzwerks </em>| Foto<em>: TMDI</em></p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p data-start="547" data-end="1094">Bei näherer Betrachtung dürfte jenseits aller parteipolitischen Standpunkte eines klar sein: Mobilität ist kein grünes oder schwarzes Liebhaberthema, sondern knallharte Standortpolitik. Wenn Infrastrukturminister Steffen Schütz betont, dass die Erreichbarkeit darüber entscheidet, ob Fachkräfte kommen oder Unternehmen investieren, dann spricht er nicht nur der Thüringer Wirtschaft, sondern auch den Menschen im Freistaat aus der Seele. Ein Land, das im Herzen Deutschlands liegt, darf bei der internen Vernetzung nicht den Anschluss verlieren.</p>
<p data-start="1097" data-end="1529">Dass nun die Verkehrspolitiker aller Landtagsfraktionen an einem Tisch sitzen, ist ein wichtiges Signal. Es geht darum, Projekte wie den integrierten Taktfahrplan oder die Modellregion autonomes Fahren aus dem Stadium der bloßen Visionen in die Phase der Umsetzung zu überführen. Der Beirat hat die Aufgabe, die chronische politische Krankheit – das Zerreden von Großprojekten – durch parteiübergreifende Mehrheiten zu überwinden.</p>
<p data-start="1532" data-end="1564"><strong data-start="1532" data-end="1564">Die „Werkstatt“ muss liefern</strong></p>
<p data-start="1566" data-end="1979">Das TMN, 2024 gegründet und mit rund 60 Experten besetzt, fungiert als Denkfabrik. Doch Konzepte für solarüberdachte Radwege oder Schieneninfrastruktur nützen wenig, wenn sie im parlamentarischen Dickicht hängen bleiben. Minister Schütz hat es postuliert: Verkehrspolitik ist Sozialpolitik. Wer im ländlichen Raum nicht zum Arzt oder zur Arbeit kommt, verliert den Glauben an die Handlungsfähigkeit des Staates.</p>
<p data-start="1982" data-end="2019"><strong data-start="1982" data-end="2019">Verbindlichkeit statt Versprechen</strong></p>
<p data-start="2021" data-end="2294">Die Wirtschaft wird genau beobachten, ob dieser Beirat mehr ist als ein weiteres Kaffeekränzchen im historischen Ambiente. Die Ziele sind gesetzt: Zum einen geht es um die finanzielle Absicherung. Wichtig ist dabei die Organisation stabiler Mittel für Mobilitätsprojekte.</p>
<p data-start="2297" data-end="2463">Notwendig ist auch eine Fachkräfteoffensive. Dazu braucht es die politische Begleitung der Kampagne zur Personalgewinnung im öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV).</p>
<p data-start="2466" data-end="2624">Am wichtigsten scheint jedoch das leidige Thema Beschleunigung. Dazu gehören zwingend kürzere Wege von der Planung zur Realisierung von Mobilitätsprojekten.</p>
<p data-start="2627" data-end="2813">Das zweite Halbjahr 2026 wird der erste Gradmesser sein, wenn der Beirat erneut tagt. Thüringen braucht keine neuen Absichtserklärungen, sondern einen Fahrplan, der belastbar ist. (tl)</p></div>
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			</div></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://wirtschaftsspiegel-thueringen.com/2026/06/04/politischer-beirat-des-mobilitaetsnetzwerks-gegruendet/">Politischer Beirat des Mobilitätsnetzwerks gegründet</a> erschien zuerst auf <a href="https://wirtschaftsspiegel-thueringen.com">Wirtschaftsspiegel Thüringen</a>.</p>
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