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Autoindustrie in Sachsen zwischen VW-Krise und Wettbewerbsdruck
Autobranche diskutiert beim ACOD-Kongress in Dresden
Schweigen, wo Antworten gefragt wären: Beim 19. ACOD-Kongress in Dresden diskutierten rund 180 Gäste aus Wirtschaft, Politik und Verwaltung über die Zukunft der ostdeutschen Autoindustrie, während der anwesende VW-Vertreter zu den kolportierten Schließungsplänen für das Werk Zwickau kein Wort verlor. Im Zentrum standen eingebrochene Absatzmärkte, verschärfter internationaler Wettbewerb und die Frage, wie die Branche unter diesen Bedingungen wettbewerbsfähig bleibt. Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer forderte eine Wirtschaftspolitik, die die Transformation der Unternehmen wirksam unterstützt.
Auf dem Podium des ACOD diskutierten unter anderem Petra Peterhänsel und Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer über die Zukunft der Autobranche. | Foto: ACOD
Rund 180 Gäste aus Wirtschaft, Politik und Verwaltung trafen sich am 2. September in der Gläsernen Manufaktur in Dresden zum diesjährigen Kongress des Branchenverbandes Automotive Cluster Ostdeutschland e.V. (ACOD). Es war bereits die 19. Auflage der Veranstaltung. Neben der nach wie vor angespannten Lage der Branche stand vor allem auch die aktuellen Ereignisse rund um die Sparpläne des Volkswagenkonzerns im Fokus der Diskussionen.
Rückgrat unter Druck: Autoindustrie zwischen Politik und Wettbewerb
Die Autoindustrie inklusive der Zuliefererbranche gilt allgemein als Rückgrat der deutschen Wirtschaft. Die Politik wird nicht müde, diesen Wirtschaftszweig als Schlüsselindustrie für den Wirtschaftsstandort zu bezeichnen. Das anhaltende Hin und Her um Elektromobilität und Verbrennerverbot, ausbleibende wirtschafts- und energiepolitische Weichenstellungen sowie der verschärfte internationale Wettbewerb nagen an der Substanz dieses Rückgrats.
„Wie gelingt es uns, unter den aktuellen Rahmenbedingungen wettbewerbsfähig zu bleiben und die Zukunft aktiv zu gestalten?“ Mit dieser Eingangsfrage leitete die Vorstandsvorsitzende des ACOD e.V., Petra Peterhänsel, den Kongress ein. „Die wirtschaftlichen und die politischen Rahmenbedingungen verlangen mehr denn je Effizienz, Innovationskraft und gemeinsame Entschlossenheit.“ So postulierte sie auch die Botschaft, die vom Kongress ausgehen sollte: „Zukunft entsteht nicht durch Abwarten, sondern durch Handeln – schnelles Handeln. Wir verfügen über viele Stärken, die wir alle gemeinsam jetzt noch viel intensiver nutzen und ausbauen werden.“
Der 19. ACOD Kongress fand in der Gläsernen Manufaktur in Dresden statt. | Foto: ACOD
