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Institut DICH: Hochschule Nordhausen bündelt Digitalisierung und Innovation
Neuer Knotenpunkt für die digitale Transformation in Nordthüringen
Die Hochschule Nordhausen gründet das Institut DICH. Das bedeutet: Wirtschaft und Wissenschaft rücken jetzt noch enger zusammen.
Bilden das Institut:Stephanie Glassl, Prof. Dr. Uwe Saint-Mont, Prof. Dr. Steffen Dörhöfer, Prof. Dr. Lutz Göcke, Dr. Kareen Schlangen, Thomas Füldner, Hochschulpräsident Prof. Dr. Jörg Wagner, Sandra Nioduschewski (v.l.) | Foto: Tina Bergknapp (Hochschule Nordhausen)
Digitalisierung, Innovation und Change – drei Begriffe, die in kaum einer Unternehmensstrategie fehlen, aber selten an einem Ort gebündelt werden. Genau das leistet seit Mai die Hochschule Nordhausen: Mit der Gründung des Instituts für Digitalisierung, Innovation und Change (DICH) entsteht ein zentraler Anlaufpunkt, der wissenschaftliche Expertise direkt mit den Transformationsfragen regionaler Unternehmen verknüpft.
Gründung im DICH-Sensoriklabor: So entstand das Institut
Die Gründungsversammlung fand folgerichtig dort statt, wo Praxisnähe an der Hochschule schon lange gelebt wird: im DICH-Sensoriklabor. Vertreterinnen und Vertreter aus Lehre und Forschung legten hier die inhaltlichen und organisatorischen Grundlagen für die künftige Institutsarbeit fest.
Professor Lutz Göcke und Professor Steffen Dörhöfer stellten die Forschungsschwerpunkte, die Gründungsmitglieder sowie die Leitideen für die Zusammenarbeit vor – Startschuss für ein Institut, das sich als Kompetenzcluster für die Praxis versteht.
Denn das DICH will mehr sein als ein weiteres Forschungslabel. Unternehmen der Region erhalten Zugang zu Expertise in Innovationsmanagement, Digitalisierung und Changemanagement – Themen, die im Mittelstand oft eher nebenbei als strategisch bearbeitet werden.
Hochschulpräsident Wagner: Institut stärkt Forschung und Transfer
Dass die Gründung an der Hochschule selbst als strategischer Schritt gewertet wird, macht Präsident Professor Jörg Wagner deutlich: „Besonders freut mich, dass der Fachbereich Wirtschafts- und Sozialwissenschaften damit seine institutsbezogene Forschungsarbeit weiter ausbaut.“ Für die Hochschule sei das ein bedeutender Impuls für die eigene Weiterentwicklung und die Sichtbarkeit in Forschung und Transfer.
Gründungsmitglied Steffen Dörhöfer, Professor im Studienbereich Betriebswirtschaftslehre, benennt den Anspruch dahinter: „Das Institut soll unterschiedliche Perspektiven zusammenbringen und Raum für innovative Forschungsschwerpunkte schaffen. Unser Ziel ist es, das Institut gemeinsam zu gestalten und vielfältige Kompetenzen zu bündeln.“
Sensoriklabor mit 20 Jahren Praxiserfahrung wird Teil des DICH
Nicht ganz neu, aber neu verankert: Auch das Sensoriklabor der Hochschule, seit über zwei Jahrzehnten Partner zahlreicher Studiengänge bei der Umsetzung von Projekten, findet nun einen festen Platz im DICH. Laborleiterin Stephanie Glassl sieht darin einen klaren Gewinn: „Die Integration in das Institut stärkt unsere Rolle als Schnittstelle zwischen Forschung und Praxis und eröffnet neue Perspektiven für gemeinsame Projekte.“
Den gewählten Vorstand bilden Lutz Göcke, Steffen Dörhöfer, Stephanie Glassl und Sandra Nioduschewski – allesamt aktive Gründungsmitglieder, die das Institut nun mit Leben füllen sollen.
Mit dem DICH setzt die Hochschule Nordhausen ein klares Signal für angewandte Forschung made in Nordthüringen. Ob aus dem Kompetenzcluster tatsächlich spürbare Impulse für den regionalen Mittelstand werden, hängt nun davon ab, wie schnell Unternehmen den neuen Zugang zu Innovations- und Changemanagement-Expertise auch nutzen. Die Grundlage dafür ist mit der Gründung jedenfalls gelegt. (tl)
