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Rapidtech 3D und Quantum Photonics: Neue Impulse für Thüringer Industrie
Mit einer Kombination aus Kongress, Fachausstellung, Technical Deep Dives und Panel Diskussionen zeigt die Rapidtech 3D in ihrer 22. Auflage zum aktuelle Entwicklungen der additiven Fertigung. Vom 5. bis 6. Mai 2026 stehen Industrialisierung und Wissenstransfer im Fokus.
Wirtschaftsministerin Colette Boos-John beim Presserundgang.| Foto: Sandra Böhm
Rapidtech: Bedeutung der additiven Fertigung wächst
Neuheit in diesem Jahr sind Short Courses, bei denen die Besucher sich zur additiven Fertigung zertifiziert weiterbilden können. Die wachsende Bedeutung der additiven Fertigung in der Industrie hob Prof. Dr. Christian Seidel hervor, Beiratsvorsitzender der Rapidtech und Professor an der Hochschule München.
Alexander Jakschik (VDMA, ULT AG) betonte, dass Deutschland und Europa weiterhin eine starke Position in Forschung und Entwicklung der additiven Fertigung einnehmen. Angesichts globaler Herausforderungen sei Additive Manufacturing (AM) „nicht Teil des Problems, sondern Teil der Lösung“. Wirtschaftsministerin Colette Boos-John hob in ihrem Grußwort die Bedeutung der engeren Verzahnung von Forschung und Industrie hervor und würdigte die beständige Wirkung und Vorreiterrolle der Rapidtech in diesem Bereich.
Innovation aus Bad Langensalza interessiert Besucher
Auf reges Interesse stieß die Keynote von Stefan Zeier von GKN Powder Metallurgy. Mit seinem Eröffnungssatz, dass ohne ein Bauteil aus Bad Langensalza ChatGPT nicht laufen würde, schlug er die Brücke von Thüringen zu globalen Technologien. Mehr dazu lesen Sie bei der Thüringer Allgemeinen.
Eine Technical Deep Dive Tour lieferte Einblicke, wie unterschiedliche Anforderungen in der Additiven Fertigung bewältigt werden und wie Grenzen der konventionellen Fertigung durch AM überwunden werden können.
Exzellenzpreis der Rapidtech erstmals ausgelobt
Mit dem in diesem Jahr erstmals vergebenen Exzellenzpreis etabliert die Rapidtech einen neuen Gradmesser für die Innovationskraft der Branche. Er will Anwendungen auszeichnen, die den Schritt von der technologischen Idee hin zur industriellen Umsetzung erfolgreich gemeistert haben. Grundlage der Auswahl ist ein mehrstufiger Prozess aus Community-Voting und Fachjurybewertung, der sowohl Marktrelevanz als auch technologische Tiefe berücksichtigt.
Parallel zur Rapidtech findet in Erfurt die Messe Quantum Photonics statt, die sich auf Quantentechnologien konzentriert. Auch hier eröffnete Wirtschaftsministerin Boos-John mit einem Grußwort die Veranstaltung. Dabei betonte sie, dass die Quantentechnologie mehr Sichtbarkeit benötige.
Für Thüringer Unternehmen bietet die Rapidtech damit nicht nur einen Überblick über technologische Trends, sondern auch konkrete Anknüpfungspunkte für Kooperationen und den Einstieg in additive Fertigung.(sa)
