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Neue Studie zur Zukunft der Batteriefertigung für Automobile in Europa

 

Das Netzwerk automotive thüringen (at) hat eine neue Studie und Marktanalyse veröffentlicht, die in Zusammenarbeit mit dem Chemnitz Automotive Institute (CATI) durchgeführt wurde. Die Studie beleuchtet ausführlich die Zukunftsperspektiven und Herausforderungen der Batteriefertigung für Automobile in Europa, ein kritischer Faktor für die Wettbewerbsfähigkeit im Bereich der Elek­tro­mobilität.

Zentrale Erkenntnisse der Studie sind folgende:

Steigender Bedarf an Batteriezellen: Angesichts des exponentiellen Wachstums vollelektrischer Fahrzeuge wird der Bedarf an Batteriezellen in Europa drastisch steigen – erwartet wird eine Kapazität von bis zu 800 GWh bis 2030, was einem jährlichen Zuwachs von ca. 25 % entspricht.

Notwendigkeit der Lokalisierung: Zur Minimierung geopolitischer Versorgungsrisiken und zur Stärkung der technologischen Souveränität Europas, ist die Lokalisierung der Batteriezellproduktion in Europa essenziell. Gegenwärtig werden 93% der globalen Fertigungskapazitäten von asiatischen Herstellern kontrolliert.

Technologieentwicklung und Kostenreduktion: Durch fortlaufende Technologieentwicklung ist bis 2030 eine Reduzierung der Batteriekosten um 40 % möglich, was die Wettbewerbsfähigkeit deutlich steigern wird.

Risiken und Chancen für Zulieferer: Die Studie identifiziert spezifische Risiken in Bezug auf die Realisierung angekündigter Fertigungskapazitäten, zeigt aber auch erhebliche Chancen für europäische Zulieferer und Dienstleister auf, die gesamte Wertschöpfungskette betreffend.

Studie zur Zukunft der Batteriefertigung von automotive thüringen und Chemnitzer Automotive Institute (CATI) veröffentlicht.

Die neue Studie des Automotive Netzwerks automotive thüringen (at) beleuchtet maßgebliche Faktoren, wie Voraussetzungen, Chancen und Risiken. | Foto:  automotive thüringen e.V. 

Rico Chmelik, Geschäftsführer von automotive thüringen, kommentierte die Studie:

„Wir stehen vor der Herausforderung, eine vollständige und wettbewerbsfähige Batteriewertschöpfungskette aufzubauen, die die Verfügbarkeit neuer Technologien erhöht und gleichzeitig unsere Kapazitäten für die Zukunft sichert.

Die Forschung und Entwicklung neuer Batteriearchitekturen ist nicht nur eine technische Notwendigkeit, sondern eine strategische, die Europa wirtschaftlich stärken wird. Denn es geht auch darum, die Abhängigkeit von kritischen Rohstoffen, die derzeit unter geopolitisch heiklen Bedingungen beschafft werden müssen, durch den Aufbau eigener Fertigungskapazitäten und regionaler Wertschöpfungsnetzwerke in Europa zu reduzieren.“

Es sei höchste Zeit, dass diese Richtung entschlossen eingeschlagen und die notwendigen Investitionen in Forschung und Infrastruktur getätigt werden. Es ginge nicht nur darum, den Markt zu bedienen, es gehe darum, ihn zu gestalten und zu führen.

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