Lesedauer: 2 Minuten

Hochmoderne Forschung und Lehre dank 5G-Netz

Die Technische Universität Ilmenau plant die Errichtung eines 5G-Mobilfunknetzes auf ihrem Campus, um hochmoderne Forschung und Lehre zu ermöglichen.

Das Forschungsprojekt startet am 1. Januar 2024 und erstreckt sich über drei Jahre. Es hat ein Gesamtvolumen von 860.000 Euro. Die Finanzierung erfolgt zu 90 Prozent durch das Thüringer Ministerium für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitale Gesellschaft mit Mitteln aus dem Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE).

TU Ilmenau, Luftbild, Hajo Dietz, 5G-Netz

Die TU Ilmenau errichtet auf ihrem Universitätscampus ein Funknetz nach dem aktuellen, leistungsstarken Mobilfunkstandard 5G. | Foto: TU Ilmenau – Hajo Dietz

Wie funktioniert das neue 5G-Campusnetz an der TU Ilmenau?

Das flexible 5G-Mobilfunknetz wird eine flächendeckende Signalübertragung auf dem Campus ermöglichen und steht zukünftig allen Wissenschaftlern der Universität für Forschungs- und Experimentierzwecke zur Verfügung. Das Netz wird über neun Funkzellen im Außenbereich aufgebaut und soll superschnelle Datenraten von mehreren Gigabit pro Sekunde mit minimaler Latenzzeit ermöglichen.

Welche neuen Möglichkeiten bringt das 5G-Netz mit sich?

Projektleiter Prof. Andreas Mitschele-Thiel, Leiter des Fachgebiets Integrierte Kommunikationssysteme, betont, dass die neue technische Infrastruktur der Forschung völlig neue Möglichkeiten eröffnen wird. Insbesondere im Bereich autonomes Fahren können Zusammenstöße vermieden werden, da Datenübertragungen in Echtzeit nun möglich sind. In der Medizin ermöglicht der 5G-Standard kollaborative medizinische Trainingsoperationen mit geringer Latenzzeit. Zudem eröffnet er im Bereich der automatisierten Produktion das Konzept des „Productive Teaming“, bei dem Mensch und Maschine als echtes Team agieren.

Wie sehen die Zukunftspläne für das Projekt aus?

Das 5G-Campusnetz bringt nicht nur Vorteile für die Forschung, sondern auch für die Lehre. Studierende können in einem hochmodernen 5G-Mobilfunknetz praktische Experimente durchführen und beispielsweise die Auswirkungen von Netzkonfigurationen auf die Leistungsparameter untersuchen. Die Zukunftsvision sieht vor, das 5G-Netz als Ergänzung zum WLAN-Netz der Universität auch für Mitarbeitende und Studierende zugänglich zu machen, um beispielsweise Augmented-Reality-Anwendungen zu nutzen oder gemeinsam an verschiedenen Orten zu musizieren.

Die TU Ilmenau plant, das 5G-Netz als Vorbereitung auf den zukünftigen Standard 6G auszulegen. Die flexible Ausbaufähigkeit des Projekts ermöglicht die Reduzierung der Latenz auf ein Zehntel und die Erreichung von Übertragungsraten, die 5G um das Fünfzigfache übertreffen sollen. Das Projekt wird bereits als „6G Campus Ilmenau“ bezeichnet, obwohl 6G erst für das Jahr 2030 erwartet wird.

Thüringen zeigt Flagge in der KI: Neuer Atlas macht Innovationskraft sichtbar

Neuer Atlas macht Innovationskraft sichtbar Thüringen zeigt Flagge in der KIDer Thüringer Mittelstand ist längst weiter, als viele denken – das beweist die neue Plattform KInet42, die beim...

Smarte Aluminium-Spritzgießwerkzeuge

Gastbeitrag: Hochschule Schmalkalden und Technische Universität IlmenauSmarte Aluminium-Spritzgieß­werkzeugeIndustrielle Produk­tion ist ohne spritzge­gossene Pro­dukte aus...

16. Erfurter Technologiedialog oder „Warum KI die neue Elektrizität ist“

16. Erfurter Technologiedialog oder „Warum KI die neue Elektrizität ist“ Am 8. April 2024 stand der 16. Erfurter Technologiedialog ganz im Zeichen der Künstlichen Intelligenz (KI). 170...

KI und Cybersecurity: Chancen nutzen – Risiken erkennen und minimieren

Chancen nutzen – Risiken erkennen und minimieren KI und CybersecurityKünstliche Intelligenz (KI) bietet viele Chancen – sowohl für Unternehmen als auch für Cyberkriminelle. Doch welche...

10. Waltershäuser Technologietag: KI zur Steigerung der Produktivität

10. Waltershäuser Technologietag: KI zur Steigerung der ProduktivitätDer Waltershäuser Technologietag beschäftigte sich dieses Mal mit dem Thema „KI zur Steigerung der Produktivität“....

Aktuelle Trends in der Fertigungstechnik: Gastbeitrag von Professor Dr.-Ing. Jean Pierre Bergmann

Gastbeitrag: Professor Dr.-Ing. Jean Pierre Bergmann, Fachgebietsleiter Fachgebiet Fertigungstechnik, TU IlmenauAktuelle Trends in der Fertigungstechnik Zusammenarbeit von Mensch und...

VibroKI: Optimierung von Schleifprozessen mit KI-Methodik

Gastbeitrag: Ernst-Abbe-Hochschule Jena (EAH)Optimierung von Schleif­prozessen mit KI-MethodikUnerwünschte Schwingungen während des Schleifens optischer Werkstoffe verursachen...

Künstliche Intelligenz in der Produktion: Gastbeitrag von Dr. Se­bastian Gerth und Dr. Andreas Patschger

Künstliche Intel­ligenz in der Pro­duktion Was ist heute bereits möglich und was kann in Zukunft möglich sein?In Thüringen gibt es gleich eine ganze Reihe von Einrichtungen und...

Say Hi to AI

Say Hi to AI Aus Souveränität entsteht Mut zur Innovation.Christian Bredlow steht für einen positiven Umgang mit KI. Denn nur wer die technologischen Möglichkeiten kennt und versteht, kann...

Warum jetzt der langsamste Moment ist

Warum jetzt der langsamste Moment ist​ Wer nicht entscheidet, wird ersetzt.Für Sebastian Winkler ist klar: Die Zukunft steht nicht nur vor der Tür, sondern bereits im Haus. Der...
Share This