Lesedauer: 2 Minuten
Jena macht Ernst mit Innovation
Kräfte gebündelt
Wenn in Jena etwas vorangeht, dann meist mit klarem Auftrag und gebündelten Kräften. Genau das zeigt sich jetzt erneut: Zum 1. Oktober nahm das neue Transferzentrum JENAiNNOVATION seine Arbeit auf – ein Gemeinschaftsprojekt von Universität, Universitätsklinikum und Ernst-Abbe-Hochschule. Drei Millionen Euro Anschubfinanzierung der Carl-Zeiss-Stiftung sollen den entscheidenden Schub geben.
Universität, Hochschule und Klinikum gestalten gemeinsam den Wandel: (v.l.) Ede Möser (Geschäftsführer/ Leiter JENAiNNOVATION, Universität Jena), Johannes Kretzschmar (Abbe Center of Photonics, CTO Lichtwerk statt, Universität Jena), Prof. Dr. Thomas Pertsch (Vizepräsident für Forschung und Innovation, Universität Jena), Dr. Martin Hager (Jena Center for Soft Matter, IOMC, Universität Jena), Prof. Dr. Kristin Mitte (Vizepräsidentin für Forschung und Entwicklung sowie vorläufige Leiterin, EAH Jena), Dr. Oliver Pänke (Leiter Transferbereich, Servicezentrum Forschung und Transfer, Universität Jena), Prof. Dr. Thomas Kamradt (Wissenschaftlicher Vorstand und Dekan der Medizinischen Fakultät, Universitätsklinikum Jena), Michael Möhwald (Leiter ServiceZentrum / Forschung und Transfer, EAH Jena) | Foto: JENAiNNOVATION
Der Anspruch ist hoch: Wissenschaftliche Erkenntnisse sollen künftig deutlich schneller dort ankommen, wo sie Wert schaffen – in Unternehmen, Start-ups und Anwendungen, die Wirtschaft und Gesellschaft konkret voranbringen. „Wir wollen Jena als internationalen Hightech-Leuchtturm positionieren“, bringt es Prof. Thomas Pertsch von der Universität Jena auf den Punkt. Rückenwind kommt aus einem dichten lokalen Netzwerk aus Forschungseinrichtungen, Industriepartnern und JenaVersum.
Auch die Carl-Zeiss-Stiftung sieht hier ein strategisches Momentum. „Transfer liegt in unserer DNA“, so Geschäftsführer Felix Streiter. Jena als Gründungsort spiele dabei eine besondere Rolle.
Was bedeutet das für den Wirtschaftsstandort?
Ede Möser, Leiter des neuen Zentrums, formuliert es klar: JENAiNNOVATION solle durchgängige Innovationspfade schaffen – von der Idee im Labor über Validierung und Prototyping bis zur Gründung. Und das in enger Symbiose von Wissenschaft und Wirtschaft.
Auf dem Tisch liegen starke Forschungsschwerpunkte: Photonik, innovative Materialien, Lebenswissenschaften, Mikrobiom- und Entzündungsforschung sowie die medizinische Diagnostik. Gleichzeitig entsteht ein neues Themenfeld mit erheblichem Potenzial: digitale Technologien und KI. Für das Universitätsklinikum bedeutet die Initiative zudem kürzere Wege vom Forschungsergebnis zur klinischen Anwendung – ein direkter Mehrwert für Patientinnen und Patienten.
Der Anspruch der Partner ist selbstbewusst, aber nicht unrealistisch: Jena, seit Jahrzehnten verankert in Hightech und Spitzenforschung, soll bis 2035 zu den führenden Innovationsregionen Deutschlands gehören – in einzelnen Spezialfeldern sogar europaweit Maßstäbe setzen. JENAiNNOVATION soll dabei zum Katalysator werden: für Transfer, Gründungen und nachhaltiges Wachstum in einer Region, die längst wieder zeigt, wie viel Zukunft in Thüringen steckt.
