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Weltoffene Unternehmen aus Jena und der Region ausgezeichnet

i-work Preise 2024 verliehen

Seit 2017 zeichnet der i-work Interkulturelle Unternehmenspreis Firmen aus, die sich für Weltoffenheit in der Region Jena engagieren und ihre internationalen Mitarbeitenden vorbildhaft ins Team integrieren. Anfang November wurde er zum achten Mal verliehen.

i-work-Preisträger Jena 2024

Wurden von Jenaer Oberbürgermeister Dr. Thomas Nitzsche (ganz links) und JenaWirtschaft-Geschäftsführer Wilfried Röpke (ganz rechts) mit dem i-work Interkulturellen Unternehmenspreis 2024 ausgezeichnet: Die Jenaer Gaststätte „Zur Noll“ mit Inhaberin Michaela Jahn (2. v.l.), das Medizintechnik-Unternehmen Occlutech mit People and Culture Managerin Monika Tschoner (Mitte) sowie der Vakuum-Experte VACOM aus Großlöbichau mit Personalentwicklerin Cathrin Umlauf. | Foto: JenaWirtschaft-AndreHelbig

Die Preisverleihung 

Eine zehnköpfige Jury mit Vertreterinnen und Vertretern aus Hochschulen, Wirtschaft und Gesellschaft hatte zuvor nach Sichtung der Bewerbungsunterlagen und mehreren Vor-Ort Besuchen die Preisträger ausgewählt. In diesem Jahr gewannen die Jenaer Gaststätte „Zur Noll“, der Herzimplantat-Hersteller Occlutech aus Jena und der Vakuum-Experte Vacom aus Großlöbichau. Der Preis wird von der Wirtschaftsförderung Jena (JenaWirtschaft) vergeben. Schirmherrin war die geschäftsführende Thüringer Arbeitsministerin Heike Werner.

Die Jenaer Gaststätte „Zur Noll“ gewann in der Kategorie „Handwerk & Dienstleistungen“. Das Gastronomie unternehmen, das seit 1995 von Michaela Jahn-Neubert und Andreas Jahn geführt wird, unterstützt seine internationalen Fachkräfte durch Sprachkurse, hilft bei Wohnungssuche und bürokratischen Angelegenheiten und fördert den Austausch zwischen verschiedenen Kulturkreisen durch gemeinsame Aktivitäten. Außerdem werden die Mitarbeitenden vor Ort als Mentorinnen und Mentoren eingebunden, um den „Neuen“ das Ankommen zu erleichtern und bei Fragen beratend zur Seite zu stehen.

kulturelle Vielfalt

Gewinner des i-work Preises in der Kategorie „Kleine und mittelständische Unternehmen“ ist der Medizintechnik-Spezialist Occlutech aus Jena. Das 2003 am Beutenberg gegründete Unternehmen startete mit einer Handvoll Mitarbeitenden und hat sich seither zu einem global agierenden, mittelständischen Unternehmen entwickelt. Die große kulturelle Vielfalt ist seine Stärke. Dort weiß man genau, wo rauf es bei der erfolgreichen Integration ankommt. So bietet Occlutech ein umfassendes Onboarding Programm, das berufliche und kulturelle Aspekte berücksichtigt. Neben Sprach- und Kulturtrainings wird jeder „Neuling“ durch „Buddies“ unterstützt. Sie unterstützen bei Fragen und Formalitäten, bei Wohnungssuche und Familiennachzug. Zudem fördert das Unternehmen durch regelmäßige Feedbackgespräche, Schulungen und Veranstaltungen ein offenes und kollaboratives Arbeitsumfeld, das interkulturelle Kompetenz und Vielfalt schätzt.

Talente aus dem Ausland sind auch wichtig für den i-work-Gewinner der Kategorie „Großunternehmen“, die Vacom Vakuum Komponenten und Messtechnik GmbH. Als stark wachsendes, internationales Unternehmen richtet sich der Blick der Vacom GmbH auf Kundinnen und Kunden, Standorte und Arbeitskräfte in der ganzen Welt. Internationale Mitarbeitende werden unter anderem in einem strukturierten Onboarding-Prozess mit zweisprachigen Dokumenten, bilingualen Teams und einem sechswöchigem Deutsch-Intensiv-Kurs begleitet. Zusätzlich unterstützt das Unternehmen die Integration mit einem betriebseigenen Kindergarten, Entwicklungsplänen und interkulturellen Projekte wie einem mehrsprachigen Fachlexikon. (tl)

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