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Zusammenhalt, Verantwortung, Handlungsfähigkeit

Neujahrsempfang der Mittelstandsgruppe Unstrut-Hainich bringt Wirtschaft, Politik und Gesellschaft zusammen

Rund 450 Gäste aus der Unternehmerschaft des Unstrut-Hainich-Kreises sowie angrenzender Regionen folgten am 15. Januar 2026 der Einladung der Mittelstandsgruppe Unstrut-Hainich zum Neujahrsempfang ins Kultur- und Kongresszentrum Bad Langensalza. Bereits zum zweiten Mal setzte die Mittelstandsgruppe damit ein starkes Zeichen für Dialog, Vernetzung und gemeinsamen Gestaltungswillen zu Beginn des neuen Jahres.​

Neujahrsempfang der Mittelstandsgruppe Unstrut-Hainich im Kultur- und Kongresszentrum Bad Langensalza. | Foto: Wirtschaftsspiegel

Der Neujahrsempfang versteht sich nicht allein als gesellschaftlicher Auftakt, sondern als bewusst gewähltes Forum, um Menschen aus Wirtschaft, Politik und Gesellschaft miteinander ins Gespräch zu bringen. Die Mittelstandsgruppe Unstrut-Hainich um ihren Vorstandsvorsitzenden Mathias Oßwald sieht sich dabei als Impulsgeberin für eine nachhaltige, verlässliche und wettbewerbsfähige Entwicklung des regionalen Mittelstandes in und um Bad Langensalza und Mühlhausen – ausdrücklich über alle Branchen hinweg, vom produzierenden Gewerbe bis zur modernen Landwirtschaft.

Zusammenhalt und Verantwortung 

Eröffnet wurde der Abend von Mathias Oßwald gemeinsam mit Robert Böhm, Geschäftsführer der Universal Bau GmbH. In ihren Beiträgen fanden sie klare Worte zur wirtschaftlichen Lage in der Region und zur Rolle der Unternehmerschaft. Zusammenhalt und verantwortungsbewusstes Handeln seien die entscheidenden Voraussetzungen, um Unternehmen wie Mitarbeitende, Wirtschaft wie Gesellschaft gleichermaßen voranzubringen.

Zugleich richteten sie deutliche Erwartungen an die Politik: Mehr Planungssicherheit, ein konsequenteres Nutzen bestehender Ermessensspielräume sowie unbürokratischere und schnellere Entscheidungswege seien notwendig, um Investitionen zu ermöglichen und unternehmerisches Engagement nicht auszubremsen.

Handlungsfähigkeit herstellen

In seinen Grußworten ging Thüringens Wirtschaftsstaatssekretär Mario Suckert auf das Verhältnis zwischen Politik und Wirtschaft ein. Verloren gegangenes Vertrauen in die Unternehmerschaft müsse wieder aufgebaut werden, betonte er, und verwies auf erste Maßnahmen der Landesregierung zum Bürokratieabbau.

Der Landrat des Unstrut-Hainich-Kreises, Thomas Ahke, unterstrich das Verantwortungsbewusstsein der politischen Ebene und erläuterte die komplexen Zusammenhänge zwischen kommunalen Gremien. Bad Langensalzas Bürgermeister Matthias Reinz schilderte aus kommunalpolitischer Sicht offen die bestehenden Herausforderungen: Die Handlungsfähigkeit der Kommunen bleibe anspruchsvoll, man arbeite jedoch intensiv an tragfähigen Lösungen.

Das Programm: Die Betonung lag auf dem gemeinsamen Gestaltungswillen.

Fotos: Wirtschaftsspiegel

Investitionen ermöglichen

Das Stichwort Lösungen griff Marko Hesse, Geschäftsführer der Agrargesellschaft Neunheiligen und Vorsitzender des Kreisbauerverbandes Unstrut-Hainich, auf. Er formulierte drei konkrete Ansatzpunkte: den Abbau verwaltungsbedingter Hemmnisse in landwirtschaftlichen Betrieben, die Vereinfachung von Genehmigungsverfahren, die Investitionen verhindern, sowie verlässliche politische Rahmenbedingungen auf Europa-, Bundes- und Landesebene. Hesse machte deutlich, dass das „Mercosur“-Abkommen nicht grundsätzlich eine Schwierigkeit darstellt, aber dass in den Mercosur Staaten deutlich geringere Standards gelten, die der deutschen Landwirtschaft in einen unfairen Wettbewerbsnachteil bringend. Insgesamt es dringend geboten, in die Zukunft gedachte Planungssicherheit herzustellen, um notwendige Investitionen heute tätigen zu können.

Aus Erfolgsgeschichten lernen 

Einen besonderen Akzent setzte der Blick über den wirtschaftlichen Tellerrand hinaus. Der Post SV Mühlhausen spielt als einziger ostdeutscher Verein in der ersten Tischtennis-Bundesliga. Geschäftsführer Thomas Stecher und Trainer Erik Schreyer gaben Einblicke in die Erfolgsfaktoren des Vereins – sportlich wie wirtschaftlich.

„Niederlagen abzuschütteln gehört genauso dazu, wie allen Vereinsmitgliedern persönlich wertschätzend zu begegnen – vom jungen Anfänger bis zum Edeljoker“, so Schreyer. Gleichzeitig dürfe man nie vergessen, was bereits geleistet wurde, auch wenn ambitionierte Ziele den Weg bestimmten. Ein persönlicher Traum des Trainers ist der Aufbau eines Nachwuchsleistungszentrums – das einzige seiner Art in Ostdeutschland.

Engagement mit Herz

Den Abschluss des Abends bildete eine Spendenübergabe: Mathias und Steffi Oßwald überreichten im Namen der Mittelstandsvereinigung Unstrut-Hainich einen Scheck über 1.000 Euro an Oskar Mikulik und Alexander Wettig vom Verein For Life e.V. Die Spende kommt dem Mühlhäuser Hospiz Haus Evelyn zugute – ein sichtbares Zeichen dafür, dass wirtschaftliches Engagement und gesellschaftliche Verantwortung untrennbar zusammengehören.

Netzwerken: Der Neujahrsempfang bot reichlich Gelegenheit zum Austausch.

Fotos: Wirtschaftsspiegel

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