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Say Hi to AI
Aus Souveränität entsteht Mut zur Innovation.
Christian Bredlow steht für einen positiven Umgang mit KI. Denn nur wer die technologischen Möglichkeiten kennt und versteht, kann sie für sich nutzen, ohne Angst haben zu müssen.
Christian Bredlow sagt nicht nur zur KI „Guten Tag“, sondern auch zu den Besuchern der Neuen Wirtschaft Mitte. | Foto: Juliane Keith
Positivität statt Panikmache
Unter dem Keynote Motto „Say Hi to AI“ zeigte Christian Bredlow bei der Veranstaltung Neue Wirtschaft Mitte, wie Künstliche Intelligenz vom Schlagwort zum Werkzeug wird. Sein Ansatz ist bewusst positiv: KI verstehen, ausprobieren und sinnvoll einsetzen, statt sie reflexartig abzulehnen. „Wenn man die Technologie reflektiert und versteht, muss man auch keine Angst vor ihr haben.“
Er spricht dabei über konkrete Praxis im Alltag mittelständischer Unternehmen. Durch den gezielten Einsatz von Assistenzsystemen spart er heute rund 60 Stunden pro Monat ein. Zeit, die er bewusst reinvestiert – in Strategie, aber auch in neue Projekte.
„Wenn du Zeit sparst, ist plötzlich auch wieder Zeit für Kreativität da. Ich hatte zum Beispiel eine Bucketlist mit Dingen, die ich unbedingt machen wollte. Unter anderem wollte ich eine eigene Platte aufnehmen, weil ich früher HipHop gemacht habe. Damit konnte ich dieses Jahr wieder anfangen und habe inzwischen auch die ersten Songs veröffentlicht. Eben weil ich jetzt die Zeit habe, mich damit zu beschäftigen.“
Die Kontrolle muss beim Menschen bleiben
Entscheidend ist für ihn jedoch die Balance: Wie viel Assistenz ist sinnvoll? Wo beginnt der Verlust der Wertschöpfung? „Es ist dabei enorm wichtig, dass der Mensch die Kontrolle behält. Nicht über jeden Prozess, aber über alles, was durch Kreativität entsteht. Sonst geht der sinnstiftende Aspekt der Arbeit verloren.“
Die zentrale Botschaft: Technologie soll unterstützen, nicht entmündigen. Umso wichtiger sei es, dass Betriebe aktiv die technologische Schulung der Belegschaft fördern, um die Angst zu nehmen, irrelevant zu werden. „Leute mit Aufgaben beschäftigt zu halten, obwohl es eigentlich gar nicht mehr notwendig ist, ist Bullshit. Viel besser wäre es zu sagen: Komm her, ich bringe dir jetzt das Notwendige bei, damit du mit den neuen Tools umgehen kannst. Dazu gibt es auch ein schönes Zitat von Dendemann, der gesagt hat: Wir haben heute leider zu wegen gestern.“
Doch wie sieht es morgen aus? Wer Technologie reflektiert einsetzt, gewinnt Effizienz. Wer Mitarbeitende befähigt, gewinnt Zukunftsfähigkeit. Oder in Christian Bredlows Worten: „Wer souverän arbeiten kann, kann auch mutig verändern.“
