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Unterstützung der Thüringer Wirtschaft auf dem Weg zur Klimaneutralität

Dekarbonisierung als Wachstumsmotor

Die Dekarbonisierung – also die Reduktion von CO₂-Emissionen – ist eine der zentralen Herausforderungen und zugleich eine große Chance für die Thüringer Wirtschaft. Die Umstellung auf klimafreundliche Produktionsweisen und der Ausbau erneuerbarer Energien sind nicht nur aus ökologischer Sicht geboten, sondern eröffnen auch neue Wachstumspotenziale und sichern langfristig die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts Thüringen.

Foto: © Creative Habits – stock.adobe.com (KI)​

Der Wandel hin zu einer treibhausgasarmen Wirtschaft ist mit tiefgreifenden Veränderungen verbunden. Für viele Unternehmen, insbesondere im energie- und materialintensiven Mittelstand, bedeutet dies die Notwendigkeit, bestehende Prozesse zu überdenken und neue Technologien zu implementieren. Gezielte Investitionen in Energieeffizienz, Materialeinsparung und erneuerbare Energien können nicht nur Kosten senken, sondern auch neue Marktchancen erschließen – vorwiegend im Bereich „grüner“ Produkte und Dienstleistungen.

Gleichzeitig zeigen Szenarioanalysen, dass die wirtschaftliche Entwicklung Thüringens maßgeblich davon abhängt, wie erfolgreich die Dekarbonisierung gemanagt wird. Es gibt Branchen, wie beispielsweise die Grundstoffindustrie, Zementindustrie und die Chemieindustrie, die oftmals prozessbedingte CO₂-Emissionen haben und ihre Produktionsprozesse viel tiefgreifender ändern müssen. Andere Branchen, vor allem das verarbeitende Gewerbe, können hier leichter Potenziale heben. „Die Unternehmen müssen befähigt werden, ihren eigenen Weg zur Dekarbonisierung zu definieren“, so Michael Schenk, zuständiger Projektleiter bei der Thüringer Energie- und GreenTech-Agentur (Thega).

Thüringer Energieagentur als Partner

Als Ansprechpartner für Dekarbonisierung, Kreislaufwirtschaft sowie Energie- und Materialeffizienz nimmt die Thega eine Schlüsselrolle in diesem Transformationsprozess ein. Im Auftrag der Landesregierung bündelt sie Fachwissen zu allen relevanten Themen rund um Energieeffizienz, erneuerbare Energien, nachhaltige Mobilität und Klimaschutz. Sie berät Kommunen, Unternehmen und Bürger anbieter- und marktneutral und unterstützt sie dabei, konkrete Maßnahmen zur Reduktion von CO₂-Emissionen zu identifizieren und umzusetzen.
Mit der neu geschaffenen Kompetenzstelle „Dekarbonisierung der Wirtschaft“ baut die Thega ihr Beratungsangebot gezielt aus. Ziel ist es, Unternehmen praxisnah zu unterstützen, Wissen zu vernetzen und innovative Lösungen gemeinsam zu entwickeln.

Kostenlose Erstberatung für Thüringer Unternehmen

„Unsere Beratungen sind kostenfrei und ausschließlich Erstberatungen“, erklärt Schenk. „Wir wollen damit den Markt für Berater, Fachplaner und andere Akteure bereiten.“ Wichtig zu wissen: Die Beratung erfolgt unabhängig und wird aus Mitteln der Europäischen Union, des Thüringer Umweltministeriums und des Thüringer Wirtschaftsministeriums finanziert.

Im Fokus stehen dabei folgende Punkte:

  • Analyse der aktuellen Energie- und Materialverbräuche im Unternehmen
  • Identifikation von Einsparpotenzialen und konkreten Maßnahmen für Dekarbonisierung
  • Hinweise zu passenden Förderprogrammen und Tools
  • Unterstützung bei der Planung und Umsetzung erster Schritte auf dem Weg zur Klimaneutralität

Wie ist der Ablauf?

Der Ablauf ist unkompliziert: „Nach Ausfüllen eines kurzen Online-Fragebogens (www.thega.de/unternehmen) erfolgt ein telefonisches Erstgespräch mit einem ThEGA-Experten. Bei Bedarf folgt eine vertiefende Vor-Ort-Beratung. Im Anschluss erhalten Unternehmen einen individuellen Beratungsbericht mit Empfehlungen und Priorisierung der nächsten Schritte. Die Umsetzung der Maßnahmen bleibt dabei stets freiwillig und ohne Verpflichtungen für das Unternehmen“, erläutert Schenk.
Ergänzend bietet die ThEGA Workshops zur CO₂-Bilanzierung an und stellt das Tool „ecocockpit“ zur Verfügung, mit dem Unternehmen ihre Emissionen erfassen und gezielt reduzieren können.

Unser Fazit

Die Dekarbonisierung ist ein strategischer Prozess, ein langfristiger und dauerhafter, betont Schenk. „Die Entscheidungen müssen Top-down in die Unternehmen getragen werden.“
Unternehmen, die sich für eine kostenfreie Erstberatung interessieren, finden alle Informationen und Kontaktmöglichkeiten direkt bei der Thega. (tl)

www.thega.de/unternehmen

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