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Expo Real 2026: Mitteldeutscher Gemeinschaftsstand zieht positive Bilanz

Immobilienwirtschaft gewinne an Dynamik

Thüringer Unternehmen und Wirtschaftsförderer besuchen Europas größte Fachmesse für Immobilien und Investitionen mit dem Gemeinschaftsstand der Europäischen Metropolregion Mitteldeutschland.

Die Europäische Metropolregion Mitteldeutschland beherbergte 23 Aussteller aus Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen auf der Expo Real in München 2026. | Foto: Christoph Vohler

„Das mag angesichts der aktuellen wirtschaftlichen Lage verwunderlich klingen, aber die Stimmung auf der Messe war unveränderlich gut“, sagt Wilfried Röpke, Wirtschaftsförderer der Stadt Jena. Er vertrat die Stadt gemeinsam mit 22 weiteren Ausstellern am Gemeinschaftsstand der Europäischen Metropolregion Mitteldeutschland (EMMD) auf der Immobilien-Fachmesse Expo Real in München vom 5. bis 7. Oktober. Die Jenaer Wirtschaftsförderer hätten gute Gespräche geführt und seien auf eine große Offenheit gestoßen.

Mitteldeutsche Immobilienwirtschaft fasse wieder Tritt

Auf der Immobilien-Fachmesse hätten die Aussteller aktuelle Gewerbe- und Industrieflächen sowie wegweisende Stadtentwicklungs- und Immobilienprojekte aus Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen präsentiert, heißt es in der Pressemitteilung der EMMD.

„Der allgemein konjunkturellen Aufhellung folgend, fasst auch die Mitteldeutsche Immobilienwirtschaft wieder Tritt und entwickelt Visionen für innovative Quartiersentwicklung und Industrie- und Gewerbeflächenkonzepte. Darüber hinaus wird deutlich, dass die Defossilisierung des Gebäudesektors immer stärker in konkrete Umsetzungsprojekte überführt wird“, erklärt Jörn-Heinrich Tobaben, Geschäftsführer der EMMD, anlässlich des Messeabschlusses.

Gespräche zwischen Partnern und Wirtschaftsförderung

Laut Röpke ist der Gemeinschaftsstand eine gute Gelegenheit, um auf der Messe vertreten zu sein. Es seien sowohl intensive Gespräche mit bereits bestehenden Kontakten geführt worden als auch Erstgespräche. Inwiefern diese ersten Kontakte Früchte trügen, würde in den kommenden Monaten und Jahren sondiert.

Stefan Oschinski, Gründer und Geschäftsführer der in Erfurt ansässigen Oschinski Investment-Immobilien GmbH, nahm die Stimmung als durchwachsen war, wie er in einem Kurzvideo auf der Plattform LinkedIn resümierte: Einige Aussteller würden sehr gute Chancen sehen, während andere es als schwierig empfänden, ein gutes Geschäft zu machen. Er und sein Team hätten zahlreiche gute Termine gehabt.

Yosephinum in Altenburg vorgestellt

Das große Interesse am Mitteldeutschen Gemeinschaftsstand habe sich auch in diesem Jahr im regen Austausch mit Fachbesucherinnen und Fachbesuchern aus dem In- und Ausland gezeigt. Im Mittelpunkt stünden dabei unter anderem aktuelle Investitions- und Entwicklungsperspektiven für Industrie- und Gewerbeflächen sowie zukunftsweisende Stadtentwicklungsprojekte.

Zu den vorgestellten Vorhaben gehörten laut Mitteilung beispielsweise der Airport Industrial Park und der TechPark Leipzig, die Weiterentwicklung des BioCity Campus und des Kohlrabizirkus in Leipzig, das Zukunftszentrum für Deutsche Einheit und Europäische Transformation und die Revitalisierung des RAW-Geländes in Halle (Saale) sowie das Yosephinum in Altenburg.

Michael Apel, Fachdienstleiter Wirtschaft, Tourismus und Kultur beim Landkreis Altenburg, sagte, es sei wichtig Leuchtturmprojekte wie das Yosephinum vorzustellen, um den Investoren die gesamte Region näher zu bringen. Durch die sich in der baulichen Umsetzung befindende Spieleerlebniswelt würden sich auch weitere Ansiedlungen von Gastronomie und Beherbergung ergeben. „Leuchtturmprojekte zahlen auf die allgemeine Entwicklung der Stadt ein“, betont er. „Altenburg stand am Gemeinschaftsstand neben Halle, Leipzig und Jena. Es ist für uns als kleinere Stadt entscheidend dort vor Ort zu sein und proaktiv auf Aussteller zuzugehen.“

Thüringen mit mehreren Städten, Landkreisen und Unternehmen vertreten

Zu den 23 Ausstellern auf dem Gemeinschaftsstand der EMMD hätten die Städte Leipzig, Halle (Saale), Jena, Dessau-Roßlau und Gera, der Landkreis Altenburger Land sowie die Invest Region Leipzig GmbH gezählt. Darüber hinaus seien folgende Unternehmen am Mitteldeutschland-Stand mit ihrem Portfolio präsent gewesen: die GP Günter Papenburg AG, die Flughäfen Leipzig/Halle und Dresden, die Sparkassen Leipzig und Gera-Greiz, die LEVG Leipziger Entwicklungs- u. Vermarktungsgesellschaft, die WEP-Gruppe, die LGH Leipziger Gewerbehof GmbH & Co. KG, die Leipziger Wohnungs- und Baugesellschaft
(LWB), der Frauen in der Immobilienwirtschaft e. V., die MIB AG Immobilien und Beteiligungen, die Leipziger Stadtbau AG, die HABAU Deutschland GmbH, die Josef Saller Services e. k., die Köster GmbH und die jenawohnen GmbH. (sa)

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