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Grüne Tage Thüringen 2026

Erfolgreiche Bilanz mit fast 20.000 Besuchern

Die 13. Auflage der Grüne Tage Thüringen ist zu Ende gegangen – mit einem Ergebnis, das sich sehen lassen kann: Fast 20.000 Besucherinnen und Besucher zog es in den vergangenen Tagen zur Landwirtschaftsmesse nach Erfurt. Über 200 Aussteller aus sechs Ländern zeigten das breite Spektrum der Land-, Forst- und Ernährungswirtschaft. Im Mittelpunkt des Fachpublikums standen dabei einmal mehr die Tierschauen sowie moderne Landtechnik – während sich die Fachforen intensiv mit der Versorgungssicherheit der Bevölkerung auseinandersetzten.

Blick in die Messehalle 1 bei den Grünen Tagen Thüringen Foto: Pixo GmbH

Landwirtschaft im Wandel

Das Ausstellerfeld deckte praktisch die gesamte Bandbreite der modernen Landwirtschaft ab: Tierzucht bildete den größten Themenbereich, gefolgt von Ernährung, Landtechnik, Pflanzenzucht, landwirtschaftlichen Dienstleistungen, Energie und Bildung. Namhafte Hersteller wie John Deere, Case, New Holland, Fendt und GEA präsentierten digitale Lösungen für eine zukunftsfähige Flächenbewirtschaftung.

Messe-Geschäftsführer Michael Kynast zeigte sich zufrieden: Die Messe habe erneut bewiesen, welche Rolle sie für die landwirtschaftliche Branche spielt, und deutlich gemacht, wie sich der Sektor weiterentwickelt – mit verantwortungsvoller Zucht, moderner Tierhaltung und Tierwohl als zentralen Themen bei den Zuchtwettbewerben.

Auch aus Ausstellersicht fiel die Bilanz positiv aus. Guido Brachwitz, Geschäftsführer der BRAMA-WEST Agrarhandelsgesellschaft mbH, hob besonders die Nähe zum Fachpublikum hervor und lobte, wie gut das Angebot an Zäunen und Raufen ankam – die Mischung aus Fachbesuchern und Hobbylandwirten funktioniere hervorragend.

Tierschauen als Publikumsmagnet

Ein Höhepunkt der Messe waren erneut die Tierschauen. Die Qnetics GmbH organisierte die Präsentation verschiedener Rinderrassen; bei den Fleischrinderschauen traten 130 Tiere aus 13 Rassen gegeneinander an. Geschäftsführer Roland Bialek betonte, wie sehr diese Vielfalt Züchter wie Besucher gleichermaßen anziehe und zur Attraktivität der Messe beitrage. Neben der Organisation der Schauen beriet Qnetics als Kontroll- und Zuchtorganisation auch zu Fütterungsfragen und leistete Verbraucheraufklärung.

Bei den Bundesschauen der Rassen Galloway, Welsh Black und Rotes Höhenvieh wurden Bullen, Färsen und Kühe mit Kalb prämiert. Nachwuchszüchter zeigten ihr Können im Schauring. Ergänzt wurde das Bild durch Schafe und Ziegen, Pferde, Schweine, Rasse- und Wassergeflügel, Kaninchen, Alpakas sowie Herdenschutzhunde.

Regionale Erzeuger im Fokus

Neu in diesem Jahr: der Thüringer Marktplatz „Grünes Herz“. Dort präsentierten Direktvermarkter, Erzeuger und Manufakturen aus der Region ihre Produkte – mit Schaukochen, Verkostungen und Mitmachaktionen, die regionale Lebensmittel erlebbar machten.

Stefanie Kolbe von Elanti – Thüringer Trüffelanbau aus Schönewerda zeigte sich begeistert vom direkten Austausch mit interessierten Gästen und der Möglichkeit, Anbauberatung, Pflanzenverkauf und Verkostung an einem Ort zu verbinden. Ähnlich positiv äußerte sich Albert Thorandt von der Altenburger Senf & Feinkost GmbH & Co. KG: Die zentrale Lage in Erfurt sei eine gute Gelegenheit, sich in der Region bekannter zu machen – Resonanz und Verkäufe hätten überzeugt.

Vielfältiges Fachprogramm

Begleitend zur Messe fanden im CongressCenter Erfurt das Agrarpolitische Forum des Thüringer Bauernverbandes, das erste Thüringer Ökofachforum des Thüringer Ökoherz e.V. sowie das Landeserntedankfest statt. Auf der Bühne wurden unter anderem „Thüringens schönste Erntekrone“ sowie der BIO-Preis Thüringen ausgezeichnet. Im Zelt des Verbands Landtechnik, Baumaschinen und Metallverarbeitung Thüringen ging es in Vorträgen um Themen von der Nutztierhaltung über Photovoltaik bis hin zu KI im landwirtschaftlichen Alltag.

An den Ständen des Thüringer Landesamtes für Landwirtschaft und Ländlichen Raum sowie des ThüringenForst AöR konnten Besucher hautnah erleben, wie Landwirtschaft und Pflanzenkunde funktionieren – vom Kornmahlen bis zum Baumartenquiz, der bei Groß und Klein gleichermaßen gut ankam.

Nachwuchs im Blick

Zu den Sonderschauen zählten in diesem Jahr historische Landtechnik, der Erntekronenwettbewerb, Schaukochen und Schaubacken der Ernst-Benary-Schule Erfurt sowie die Präsentation der Nationalen Naturlandschaften. Traditionell stand der Freitag im Zeichen des Nachwuchses: Über 1.000 angemeldete Schülerinnen und Schüler aus 50 Schulen nutzten die Gelegenheit, Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion hautnah zu erleben und sich über Berufe und Ausbildungswege in der Branche zu informieren. (tl)

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