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Additive Fertigung: Thüringens Bühne für Europas Innovationselite

Drei Industrieschwergewichte im Finale des Exzellenzpreises der rapid.tech 3D – der Live-Pitch in Erfurt entscheidet

Vollständig 3D-gedruckte Frontverkleidung eines Schienenfahrzeugs, (c) Siemens Mobility GmbH

Wenn am 6. Mai 2026 im Zughafen Kulturbahnhof Erfurt die Scheinwerfer angehen, wird Thüringen einmal mehr zum Mittelpunkt einer Branche, die Europa gerade neu erfindet. Siemens Energy, Siemens Mobility und Bausch+Ströbel stehen im Finale des Exzellenzpreises der rapid.tech 3D – und was sie mitbringen, ist mehr als bloße Messekost.

Es geht um Gasturbinenschaufeln, die Emissionen senken und den Weg für Wasserstoff ebnen. Um eine Zugfront, die komplett aus dem Drucker kommt und bei 200 Stundenkilometern zugelassen ist. Und um eine pharmazeutische Zuführbahn, die aus einer vielgliedrigen Schweißkonstruktion kurzerhand ein einziges, additiv gefertigtes Bauteil macht. Drei Projekte, drei Branchen – und ein gemeinsamer Nenner: der industrielle Beweis, dass 3D-Druck längst kein Prototypenspielzeug mehr ist.

Preis mit Anspruch

Özlem Weiss, CEO der expertants GmbH und Mitinitiatorin des Preises, bringt es auf den Punkt: Nicht die Idee soll prämiert werden, sondern ihr Beweis – stabil, reproduzierbar, wirtschaftlich. „Der Exzellenzpreis macht diese Macher sichtbar“, sagt sie, „damit aus erfolgreicher Praxis neue Benchmarks entstehen.“ Ein Anspruch, der in einer Branche, die zu oft noch mit Zukunftsversprechen handelt, auffällt.

Der Auswahlprozess gibt diesem Anspruch Substanz: Expertenjury, Community-Voting der Fachöffentlichkeit, mehrstufige Bewertung. Wer ins Finale kommt, hat sich verdient durchgesetzt.

Schirmherr Mario Voigt, Thüringens Ministerpräsident, verleiht dem Abend zusätzliches politisches Gewicht – und unterstreicht, welche strategische Bedeutung der Freistaat der additiven Fertigung beimisst.

Erfurt als Maßstab

Die rapid.tech 3D war schon immer mehr als eine Fachmesse. Aber mit einem Exzellenzpreis, der das Potenzial hat, zur wichtigsten Auszeichnung für industrielle additive Fertigung in Europa zu werden, wächst die Veranstaltung in eine neue Rolle. Wer am 6. Mai in Halle 6 dabei ist, erlebt nicht nur drei Unternehmens-Pitches – sondern einen Seismografen dafür, wohin sich die Produktion auf diesem Kontinent bewegt. (tl)

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