Lesedauer: 2 Minuten

Thüringen als Spitzenstandort für klimaneutrales Bauen

Weimar im Fokus

Der Haushaltsausschuss des Bundestags hat den Startschuss für ein zukunftsweisendes Projekt gegeben: Mit 3,6 Millionen Euro Anschubfinanzierung in diesem Jahr und geplanten 65 Millionen Euro bis 2028 beginnt der Aufbau eines „Bundesforschungszentrums für klimaneutrales und ressourceneffizientes Bauen“. Thüringen wird dabei eine Schlüsselrolle spielen. Mit Weimar als Standort und den bereits bestehenden Kompetenzen der „Thüringer Bauallianz“ zählt der Freistaat zu den Gründungsmitgliedern dieses ambitionierten Instituts.

klimaneutrales Bauen

Foto: Rise – stock.adobe.com (KI)

Im Thüringer Wirtschaftsministerium sieht man die Entscheidung als bedeutenden Schritt. Weimar eröffne sich damit eine herausragende Perspektive für Forschung und wirtschaftliche Anwendung. Bereits heute arbeiten mehr als 300 Expertinnen und Experten in Weimar an innovativen Lösungen für die Bauwirtschaft – von neuen Materialien über ökologische Baustoffe bis hin zu Recycling- und Stoffkreisläufen. Das bestehende Know-how und die jahrzehntelange Expertise vor Ort ermöglichen einen schnellen Start der Forschungsaktivitäten.

Klimaneutrale Bauwirtschaft als nationales Ziel

Bis 2045 will Deutschland die Bauwirtschaft klimaneutral gestalten. Das neue Forschungszentrum soll dazu beitragen, die Entwicklung nachhaltiger Baustoffe, ressourcenschonender Herstellungsprozesse und alternativer Technologien voranzutreiben. Die Relevanz ist enorm: Rund 40 Prozent der CO2-Emissionen in Deutschland entfallen auf den Bau- und Gebäudebereich. In Recycling und klimafreundlichen Ersatzstoffen liegen also immense Einsparpotenziale.

Thüringen als Kompetenzzentrum

Thüringen hat sich in den letzten Jahren als Vorreiter etabliert. Seit 2016 wurden über 32 Millionen Euro aus EU- und Landesmitteln in die Forschung investiert, ergänzt durch bundesgeförderte Projekte im Umfang von 22 Millionen Euro. Vier hochkarätige Einrichtungen – das Institut für Angewandte Bauforschung (IAB), das F. A. Finger-Institut für Baustoffkunde, die Materialforschungs- und -prüfanstalt (MFPA) und das Thüringer Innovationszentrum Wertstoffe (ThIWert) – arbeiten in der „Thüringer Allianz für ressourcenschonendes Bauen“ zusammen. Ihre Forschung reicht von Gipsersatzstoffen über neue Betonherstellungsverfahren bis hin zu Holz als ökologischem Baustoff.

Das neue Bundesforschungszentrum wird nicht nur die wissenschaftliche Landschaft bereichern, sondern auch die Bauwirtschaft in Thüringen stärken. „Schnelle Innovationen können einen erheblichen Beitrag zur Verbesserung von Klimabilanzen leisten“, betont Robert Fetter, Direktor des IAB. Mit der Entscheidung wird Weimar zum Vorreiter eines zentralen Zukunftsthemas – und Thüringen positioniert sich als bundesweites Schwergewicht in der Bauforschung. (tl)​

Generation Z spricht Klartext

Generation Z spricht Klartext Was junge Talente wirklich von Arbeitgebern erwartenWas war nicht schon alles über die nächste Generation junger Arbeitskräfte zu hören? Zu faul und zu bequem...

Say Hi to AI

Say Hi to AI Aus Souveränität entsteht Mut zur Innovation.Christian Bredlow steht für einen positiven Umgang mit KI. Denn nur wer die technologischen Möglichkeiten kennt und versteht, kann...

Warum jetzt der langsamste Moment ist

Warum jetzt der langsamste Moment ist​ Wer nicht entscheidet, wird ersetzt.Für Sebastian Winkler ist klar: Die Zukunft steht nicht nur vor der Tür, sondern bereits im Haus. Der...

CFF GmbH & Co. KG: Mehrwert ist mehr wert

CFF GmbH & Co. KGMehrwert ist mehr wertGeeignet für jeden Anwendungsbereich: Cellulose hebt Ihre Produkte auf ein neues Niveau! Industrieanwendungen, Filtration, Kosmetik und...

Thüringen zeigt Flagge in der KI: Neuer Atlas macht Innovationskraft sichtbar

Neuer Atlas macht Innovationskraft sichtbar Thüringen zeigt Flagge in der KIDer Thüringer Mittelstand ist längst weiter, als viele denken – das beweist die neue Plattform KInet42, die beim...

Kräfte gebündelt: Jena macht Ernst mit Innovation

Jena macht Ernst mit Innovation Kräfte gebündeltWenn in Jena etwas vorangeht, dann meist mit klarem Auftrag und gebündelten Kräften. Genau das zeigt sich jetzt erneut: Zum 1. Oktober nahm...

Nachhaltigkeit in der Gründerszene: Ist das die neue „Frauensache“?

Nachhaltigkeit in der Gründerszene Ist das die neue „Frauensache“?Die neuesten Zahlen des Global Entrepreneurship Monitors (GEM) zeigen: Nachhaltiges Wirtschaften ist in Deutschland kein...

Im Interview: Kerstin Schreiber, Vorstandsvorsitzende der Funkwerk AG: Kulturveränderung gelingt, wenn Menschen mitgestalten dürfen

Im Interview: Kerstin Schreiber, Vorstandsvorsitzende der Funkwerk AG Kulturveränderung gelingt, wenn Menschen mitgestalten dürfenUnternehmen stehen heute vor einigen Herausforderungen....

Innovation aus Tradition: Holzwirtschaft und Holzbau in Thüringen

Landesentwicklungsgesellschaft Thüringen mbH Holzwirtschaft und Holzbau in Thüringen Sie ist eine der traditionsreichsten und zugleich zukunftsfähigsten Branchen Thüringens: die...

Ferngas Netzgesellschaft: Gasleitung wird fit für die Zukunft – Umstellung auf Wasserstofftechnologie

Ferngas NetzgesellschaftFerngas Netzgesellschaft: Gasleitung wird fit für die Zukunft – Umstellung auf WasserstofftechnologieDie Dekarbonisierung der Energieversorgung gehört zu den...
Share This