Investor Days Thüringen: Erfurt erneut Treffpunkt der Innovationsszene
Rund 300 Teilnehmende, 20 Start-ups und ein Finanzierungsbedarf von 28 Millionen Euro: Die Investor Days Thüringen zeigen die Bedeutung des Freistaats als Innovations- und Gründungsstandort.
Thüringens Wirtschaftsministerin Colette Boos-John bei den Investor Days Thüringen. Fotos: Jacob Schröter | STIFT
Die Investor Days Thüringen (IDT) haben auch in diesem Jahr ihre Rolle als wichtigste Plattform für Start-up-Finanzierung und Innovationsvernetzung in Mitteldeutschland unter Beweis gestellt. Rund 300 Vertreterinnen und Vertreter aus dem deutschen Innovationsökosystem kamen am 11. Juni in Erfurt zusammen, um sich über zukunftsweisende Technologien, Geschäftsmodelle und Investitionsmöglichkeiten auszutauschen.
Im Mittelpunkt der Veranstaltung standen 20 technologieorientierte Start-ups, die ihre Innovationen vor Investorinnen und Investoren sowie weiteren Akteuren aus Wirtschaft, Wissenschaft und Gründungsförderung präsentierten. Ziel der Investor Days ist es, junge Unternehmen mit den passenden Kapitalgebern und Netzwerkpartnern zusammenzubringen, um Innovationen erfolgreich in den Markt zu überführen und nachhaltiges Wachstum zu ermöglichen.
Großes Interesse bei Investoren
Mit einem kumulierten Kapitalbedarf von rund 28 Millionen Euro boten die präsentierenden Start-ups zahlreiche Investitionsmöglichkeiten. Das Interesse der Finanzierungsseite war dabei erneut hoch: Statistisch kamen auf jedes Start-up drei potenzielle Kapitalgeber. In zahlreichen Gesprächen wurden erste konkrete Ansätze für Kooperationen und Finanzierungen diskutiert.
Aushängeschild und wichtiger Baustein
Thüringens Wirtschaftsministerin Colette Boos-John unterstrich die Bedeutung der Veranstaltung für den Freistaat: „Die Investor Days Thüringen sind ein Aushängeschild für unseren Wirtschafts- und Innovationsstandort. Hier wird sichtbar, welches technologische Potenzial in jungen Unternehmen steckt und wie erfolgreich Thüringen Innovationen in marktfähige Geschäftsmodelle überführt.“
Auch Christiane Kilian, Vorständin der Stiftung für Technologie, Innovation und Forschung Thüringen (STIFT), sieht in den Investor Days einen wichtigen Baustein für die Innovationsentwicklung der Region: „Hier treffen wissenschaftliche Exzellenz, Unternehmergeist und Kapital aufeinander – eine Kombination, die entscheidend für erfolgreiche Innovationen ist.“
Verschiedene Netzwerkformate
Neben den Start-up-Pitches sorgten verschiedene Netzwerkformate für zusätzliche Impulse. Besonders das InnoMatch-Format förderte den direkten Austausch zwischen Gründenden, Investorinnen und Investoren sowie Unternehmensvertretern. Erstmals wurden zudem sogenannte „Reversed Pitches“ durchgeführt, bei denen sich Kapitalgeber selbst auf der Bühne präsentierten und ihre Investitionsschwerpunkte vorstellten.
Darüber hinaus bauten die Investor Days Thüringen ihre bundesweite Vernetzung weiter aus. Gemeinsam mit Partner-Acceleratoren aus verschiedenen Regionen Deutschlands erhielten weitere vielversprechende Start-ups die Möglichkeit, ihre Geschäftsideen in Erfurt einem Fachpublikum vorzustellen.
Die diesjährige Veranstaltung verdeutlichte einmal mehr, dass Thüringen längst zu den relevanten Innovations- und Startup-Standorten Deutschlands zählt. Mit den Investor Days bietet der Freistaat jungen technologieorientierten Unternehmen eine zentrale Bühne, um Kapital, Know-how und strategische Partnerschaften für ihr weiteres Wachstum zu gewinnen. (tl)
