Lesedauer: 2 Minuten
Wasserstoffkonferenz in Sonneberg
Schnittstellen von Wasserstoff und Wasserwirtschaft erläutert
Wie gehören Wasserwirtschaft und Wasserstoff zusammen? Ohne das eine funktioniert das andere nicht. Diese Sektorenkopplung war ein wichtiges Thema.
Wolfram Heineken vom Fraunhofer IFF sprach unter anderem auf der Wasserstoffkonferenz in Sonnberg. | Foto: Andreas Lübke
Der Förderverein des Hyson-Instituts für Angewandte Wasserstoffforschung hat Anfang Oktober gemeinsam mit dem DWA-Landesverband Sachsen/Thüringen und der DVGW-Landesgruppe Mitteldeutschland die vierte „h2well“-Wasserstoffkonferenz zum Thema „Wasserstoff in der Wasserwirtschaft“ im Südthüringer Sonneberg veranstaltet. Rund 70 Vertreter aus Wasserwirtschaft, Energieversorgung, Forschung und Industrie seien laut einer Pressemitteilung zusammen gekommen, um aktuelle Entwicklungen und innovative Ansätze der Schnittstellen von Wasserstoff- und Wasserwirtschaft zu diskutieren.
Im Mittelpunkt der diesjährigen Veranstaltung standen demnach die nachhaltige Nutzung von Wasserressourcen für die Wasserstoffwirtschaft, neue Konzepte zur Sektorenkopplung sowie alternative Verfahren zur Wasserstofferzeugung. Darüber hinaus seien aktuelle Forschungsarbeiten zur Nutzung von Elektrolysesauerstoff in der Abwasserbehandlung vorgestellt worden.
Sektorenkopplung, Wasserstofferzeugung und Nutzung von Elektrolysesauerstoff
In drei Themenblöcken hätten die Besucher sich über die Sektorenkopplung von Wasserstoff- und Wasserwirtschaft, alternative Wasserstofferzeugung und die Nutzung von Elektrolysesauerstoff auf Kläranlagen ausgetauscht. Zuvor hatten unter anderem Katrin Hänsel vom DWA Landesverband Sachsen/Thüringen und Silke Wilhelm von der DVFW Landesgruppe Mitteldeutschland sowie Ilka Gehrke vom Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik „Umsicht“ die Tagung eröffnet.
In ihrem Vortrag habe Gehrke aufgezeigt, welche Auswirkungen der Hochlauf der Wasserstoffwirtschaft auf die Wasserwirtschaft haben kann. Themen wie Wasserverfügbarkeit, Grundwasserentwicklung und die Herausforderungen durch Klimawandel und Trockenheit verdeutlichten ihrer Auffassung nach die Bedeutung einer nachhaltigen und langfristigen Planung künftiger Wasserstoffstandorte.
Integrierte Wasserstoffinfrastruktur vorgestellt
Anschließend habe Wolfram Heineken vom Fraunhofer IFF Konzepte einer integrierten Wasserstoffinfrastruktur vorgestellt. Dabei sei deutlich geworden, dass Wasser als kritische Ressource künftig in regionalen Wasserstoffstrategien stärker berücksichtigt werden müsse und die Wechselwirkungen zwischen Wasserressourcen, Energieerzeugung und Wasserstoffproduktion systematisch untersucht und bewertet werden müssten.
Austausch auf Konferenz
Im späteren Verlauf der Veranstaltung habe sich innovativen Verfahren zur Wasserstofferzeugung jenseits der klassischen Wasserelektrolyse gewidmet. Im abschließenden Themenblock sollen die Nutzung von Sauerstoff aus Elektrolyseanlagen im Mittelpunkt gestanden haben.
Neben den fachlichen Vorträgen habe die vierte „h2well“-Wasserstoffkonferenz den Teilnehmenden zahlreiche Möglichkeiten zum Austausch zwischen Wissenschaft, Wasserwirtschaft und Energiewirtschaft geboten. Die Veranstaltung zeige, welche Rolle Wasser als Ressource für die Wasserstoffwirtschaft spielt und welche Potenziale durch die intelligente Verknüpfung beider Sektoren entstehen. (em/sa)
