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Elektronische Mess- und Gerätetechnik Thüringen (ELMUG) eG
Batteriebranche im Wandel
Weimar wird zum Ort für Austausch, Vernetzung und neue Kooperationen
Das Jahresforum 360° BatterieMD und die Technologiekonferenz »elmug4future« bringen Industrie, Forschung und Weiterbildung zusammen.
Die Batteriebranche steht unter Hochdruck — und genau deshalb wird der Austausch zwischen Industrie, Forschung und Weiterbildung immer wichtiger. Das zweitägige Branchenevent findet am 1. und 2. Dezember 2026 in Weimar unter dem Thema „Energiespeicher: Batterietechnologien, Anwendungen und Kompetenzentwicklung“ statt. Es bringt zentrale Akteure der Batteriewertschöpfungskette zusammen, um technologische Entwicklungen, regulatorische Anforderungen und Qualifizierungsfragen zu beleuchten sowie neue Kooperationen zu ermöglichen.
„Die Zukunft der Energieversorgung entscheidet sich nicht allein bei der Erzeugung, sondern vor allem bei der Speicherung von Energie. Umso wichtiger sind leistungsfähige Speichertechnologien – und verlässliche politische Rahmenbedingungen für ihre schnelle Umsetzung. Mit dem Jahresforum und der Technologiekonferenz bündeln wir wissenschaftliche Expertise und unternehmerische Praxis, um konkrete Lösungsansätze für eine wettbewerbsfähige und nachhaltige Speicherwirtschaft zu diskutieren“, sagt Ines Fuchs, Leiterin des Innovationsclusters Elektronische Mess- und Gerätetechnik Thüringen eG.
Im Seminargebäude der Neuen Weimarhalle treffen Unternehmen, Forschungseinrichtungen, Hochschulen und Bildungspartner aufeinander, um über konkrete Herausforderungen und Lösungsansätze zu sprechen — von neuen Zelltechnologien über automatisierte und nachhaltige Produktionsprozesse bis hin zu Recycling-, Second-Life- und Sicherheitskonzepten. Innovation entsteht heute nicht mehr isoliert in einzelnen Unternehmen, sondern im Zusammenspiel von Forschung, Entwicklung, Produktion und Weiterbildung. Vor diesem Hintergrund gewinnt der branchenübergreifende Dialog an Bedeutung — gerade in einem Markt, in dem sich technologische Entwicklungen immer schneller vollziehen und Fachkräfte zunehmend zum entscheidenden Erfolgsfaktor werden.
Ein besonderer Akzent liegt auf dem Qualifizierungsbedarf in der Batteriebranche. Gerade kleine und mittlere Unternehmen stehen vor der Aufgabe, technologische Entwicklung und Fachkräftesicherung gleichzeitig voranzubringen. Das Konferenzformat schafft dafür den Raum, um Erfahrungen zu teilen, Perspektiven zusammenzuführen und Kooperationen anzustoßen, die über die Veranstaltung hinauswirken.
Die eingereichten Vorträge versprechen bereits ein spannendes Programm mit aktuellen Themen wie Materialforschung in der Batteriezellherstellung, Herausforderungen in der Logistik, dem Batterieproduktpass und Batterierecycling mittels Vision AI. Darüber hinaus werden innovative Ansätze zur Vermittlung von Lerninhalten gezeigt, die Fachkräfte praxisnah auf die Anforderungen der Batteriebranche vorbereiten.
Weimar ist dafür ein passender Ort: Als Kultur- und Bauhausstadt steht die Stadt traditionell für interdisziplinäres Denken, kreativen Austausch und das Zusammenführen unterschiedlicher Perspektiven. Diese Haltung prägt auch das Konferenzformat, das bewusst auf Vernetzung, Zusammenarbeit und neue Verbindungen setzt. Den Abschluss bildet eine Führung durch das Bauhaus-Museum in Weimar, die den Bauhaus-Gedanken als thematische Klammer des Programms aufgreift.
Alle aktuellen Informationen zur Konferenz finden sie unter:: www.elmug.de/de/elmug4future
Über das Projekt Bildungsverbund BatterieMD
Die weltweite Nachfrage nach Batterien wächst kontinuierlich – insbesondere in Schlüsselbranchen wie Energie, Automobil- und Elektroindustrie, Maschinenbau sowie Medizintechnik. Gleichzeitig sieht sich die Industrie mit knapper werdenden Ressourcen, einem zunehmenden Fachkräftemangel und strengen Nachhaltigkeitsanforderungen konfrontiert.
Um diesen Herausforderungen zu begegnen und die Batterie-Wertschöpfungskette von der Rohstoffgewinnung bis zum Recycling gezielt zu stärken, wurde der Bildungsverbund BatterieMD – „Ökosystem Batterie in Mitteldeutschland“ ins Leben gerufen.
Zehn Partner aus Wirtschaft, Wissenschaft und Bildung arbeiten daran, den mitteldeutschen Raum als Kompetenzregion für Batterietechnologien zu positionieren. Im Mittelpunkt steht die bedarfsgerechte Qualifizierung von Fachkräften entlang der gesamten Prozesskette – als Schlüssel für eine nachhaltige und wettbewerbsfähige Zukunft der Branche.
Das Projekt wird seit April 2023 für fünf Jahre mit 7,6 Millionen Euro im Rahmen des Förderprogramms „Qualifizierungsmaßnahmen für die Batteriezellfertigung“ vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie gefördert.
Die Projektpartner des Bildungsverbunds Batterie MD
- Energy Saxony e.V. (Projektkoordinator)
- Automotive Cluster Ostdeutschland GmbH
- ELMUG Elektronische Mess- und Gerätetechnik Thüringen eG
- Institut für Forschung, Training und Projekte (iftp) (Standort Leipzig)
- ERFURT Bildungszentrum gGmbH
- Schweißtechnische Lehr- und Versuchsanstalt Halle
- VHS-Bildungswerk GmbH, AWZ Gotha
- Duale Hochschule Gera-Eisenach
- Fraunhofer-Institut für Keramische Technologien und Systeme IKTS
- Universität Erfurt, Fachgebiet Berufspädagogik und Weiterbildung
