Lesedauer: 4 Minuten
Hochschule Schmalkalden (HSM)
26. Nachwuchswissenschaftler:innenkonferenz:
Verstehen, Erklären, Gestalten
Unter dem Motto „Verstehen – Erklären – Gestalten“ brachte die 26. Nachwuchswissenschaftler (NWK) an der Hochschule Schmalkalden mehr als 125 Nachwuchsforschende aus 30 Einrichtungen und acht Bundesländern zusammen. Die Tagung verband wissenschaftliche Qualität mit gezielter Nachwuchsförderung und schuf einen Raum für interdisziplinären Austausch, konstruktive Diskussionen und neue Netzwerke. Sie zeigte beispielhaft, wie Forschung nicht nur Erkenntnisse gewinnt, sondern auch Kooperation fördert und Impulse für gesellschaftliche und technologische Entwicklungen setzt.
Wissenschaftliche Nachwuchsförderung im Mittelpunkt
Die NWK richtet sich an Forschende in frühen Karrierephasen – von fortgeschrittenen Studierenden bis zu Promovierenden. In einem kollegialen Umfeld können sie erste Erfahrungen mit wissenschaftlichen Vorträgen, Posterpräsentationen und Begutachtungsverfahren sammeln. Die Konferenz findet jährlich an wechselnden Hochschulen statt und lebt von der engen Zusammenarbeit der beteiligten Einrichtungen. Schmalkalden richtete die Veranstaltung zum dritten Mal aus und knüpfte dabei an die Erfahrungen früherer Austragungen an.
Die 26. NWK vereinte Beiträge aus Ingenieur-, Natur-, Gesundheits-, Sozial-, Architektur- und Designwissenschaften. Diese fachliche Vielfalt eröffnete neue Perspektiven und machte den Austausch über Disziplingrenzen hinweg zu einem zentralen Merkmal der Tagung. Forschende diskutierten ihre Projekte, erhielten wertvolles Feedback und tauschten Erfahrungen über die Herausforderungen wissenschaftlicher Karrierewege aus. Die offene, konstruktive Atmosphäre prägte die gesamte Veranstaltung und machte sie zu einem Ort gemeinsamen Lernens.
Verstehen, Erklären, Gestalten
Das Konferenzmotto beschrieb zugleich drei zentrale Dimensionen wissenschaftlicher Arbeit. Verstehen steht für die Neugier und den Erkenntnisgewinn, die Forschung antreiben. Erklären meint die Fähigkeit, komplexe Zusammenhänge nachvollziehbar zu vermitteln – sowohl innerhalb der Wissenschaft als auch gegenüber der Öffentlichkeit. Gestalten richtet den Blick auf die Anwendung von Forschungsergebnissen und ihren Beitrag zur Lösung gesellschaftlicher, wirtschaftlicher oder technologischer Herausforderungen. Die NWK verstand diese drei Aspekte nicht als getrennte Schritte, sondern als verwobene Stränge wissenschaftlichen Arbeitens.
Insgesamt wurden rund 80 wissenschaftliche Beiträge präsentiert, darunter 60 Vorträge und über 20 Poster, die zuvor ein Peer-Review-Verfahren durchlaufen hatten. Inhaltlich reichte das Spektrum von additiver Fertigung, Halbleitertechnik und Künstlicher Intelligenz über nachhaltige Materialien und Energiesysteme bis hin zu Gesundheitswissenschaften, Digitalisierung und Fragen der gesellschaftlichen Transformation. Die Beiträge spiegelten damit die Breite aktueller Forschung an deutschen Hochschulen wider.
Ausgezeichnet wurden unter anderem Arbeiten zur nachhaltigen Produktion biobasierter Fettsäuren, zu Hanfwerkstoffen und zur Bewertung von Investitionen in grünen Wasserstoff. Bei den Vorträgen gingen die ersten beiden Plätze an Forschende der Hochschule Schmalkalden, deren Projekte sich unter anderem mit nachhaltigeren Verfahren der Mikrostrukturfertigung und dem Einsatz neuronaler Netze zur Erkennung epileptischer Anfälle bei Hunden beschäftigten.
Auch die prämierten Poster zeigten die thematische Vielfalt – von biotechnologischen Wachstumsmodellen über Halbleitertechnologien bis hin zum Schutz von Wildbienen.
Gemeinsam zum Erfolg
Zum Gelingen der Konferenz trugen zahlreiche Studierende, Gutachter und Session-Leitungen ebenso bei wie die unterstützenden Förderinstitutionen. Ihr Engagement machte deutlich, dass wissenschaftlicher Austausch auf Zusammenarbeit und gemeinsamer Verantwortung beruht.
Zum Abschluss wurde der symbolische Schlüssel der NWK an die Technische Universität Wildau übergeben, die die Konferenz 2027 ausrichten wird. Schmalkalden verabschiedete sich damit als Gastgeber – mit der Vorfreude, im kommenden Jahr als Teilnehmerin zurückzukehren.
Mehr erfahren Sie hier: www.hereingeforscht.de
Aktuelle Forschungsvorhaben
MARTA Medizinischer Assistenzroboter für tägliche Aufgaben
Prof. Frank Schrödel (Fakultät Maschinenbau)
eLearnGrapher
Digitalformat für selbstbestimmtes Lernen
Prof. Dr. Kurt Englmeier (Fakultät Informatik)
Weitere Informationen finden Sie hier.
Veranstaltungen
- 07.10.2026 | 14:00 Uhr – 15:30 Uhr
Audimax
Feierliche Immatrikulation - 11.–12.11.2026 | Campus
Tage des Studiums - 09.12.2026 | 18:00 Uhr – 19:00 Uhr
Aula
Antrittsvorlesung Prof. Dr. Liebrich (Fakultät Elektrotechnik) und Forschungssemesterbericht Prof. Dr. Dimanski (Fakultät Informatik)
Weitere Informationen finden Sie hier.
Throwback
ProTELC beim Tag der Ingenieurwissenschaften in Weimar vorgestellt
Beim Tag der Ingenieurwissenschaften Thüringen am 17. Juni 2026 an der Bauhaus-Universität Weimar präsentierte sich die Hochschule Schmalkalden gemeinsam mit der Allianz Thüringer Ingenieurwissenschaften.
Unter dem Motto „Future FormING“ kamen Schülerinnen und Schüler sowie Vertreterinnen und Vertreter aus Wissenschaft, Wirtschaft und Politik zusammen, um über die Zukunft des Ingenieur- und MINT-Standorts Thüringen zu diskutieren. Mit einem eigenen Stand stellte das hochschulübergreifende Projekt ProTELC seine Angebote entlang des gesamten Studienverlaufs vor – von der Studienorientierung über Vorkurse, Science Camps und Mentoring bis hin zur Unterstützung beim Berufseinstieg.
Praxisformate wie Unternehmensbesuche, „Meet your Future Employee“, die Lernplattform „Thur-Eng.Work“ und die „Alumni Stories“ fördern den Übergang in den Arbeitsmarkt. Darüber hinaus präsentierte die Hochschule Schmalkalden das Raumfahrtprojekt LEAP-One des Teams HSM-Aries unter Leitung von Professor Frank Schrödel. Besucherinnen und Besucher konnten den von Studierenden entwickelten Rover in einer simulierten Marslandschaft testen. Zudem stellte Masterstudent Vighnesh Deshmukh das Projekt im Science Slam vor und zeigte auf, wie LEAP-One zukünftige Reconnaissance- und Sampling-Missionen als kompakter Rover ergänzen kann.

