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Rückenwind für eine starke Doppelregion
Gut 500.000 Euro Regionalbudget für den „Thüringer Bogen“
Wenn es einen Beweis dafür braucht, dass regionale Entwicklung kein Zufallsprodukt ist, dann liefert ihn der „Thüringer Bogen“ seit Jahren. Nun erhält das Gemeinschaftsprojekt der Landkreise Ilm-Kreis und Gotha frischen Schub: Wirtschaftsstaatssekretär Mario Suckert übergab auf der Regionalkonferenz einen Förderbescheid über rund 554.000 Euro – finanziert aus der Gemeinschaftsaufgabe GRW. Damit ist die Arbeit des Regionalmanagements bis Ende 2028 gesichert.
Das Erfurter Kreuz. Bildquelle: adobe stock
Suckerts Botschaft war klar: Wirtschaftliche Dynamik endet nicht an Verwaltungsgrenzen. Im Gegenteil – wer heute Standortentwicklung ernst nimmt, setzt auf Zusammenarbeit. „Vom Fachkräftebedarf über den Tourismus bis hin zur Infrastruktur profitieren viele Bereiche von einem Miteinander über Kreisgrenzen hinweg“, betonte der Staatssekretär. Der „Thüringer Bogen“ sei hierfür ein gelungenes Beispiel und ein wichtiger Baustein für die Zukunft der Region.
Abgestimmte Strategien und Projekte
Seit der Gründung des Regionalmanagements im Jahr 2018 hat sich viel bewegt. Wo früher oft nebeneinander gearbeitet wurde, entstehen heute abgestimmte Strategien, gemeinsame Projekte und sichtbare Erfolge. 79 Vorhaben wurden inzwischen auf den Weg gebracht – vom Ausbau der Gründungskultur bis zur intensiveren Vernetzung zwischen Wirtschaft, Forschung und Bildung. Besonders wichtig: Maßnahmen zur Bindung von Schul- und Hochschulabsolventen sowie zur Gewinnung externer Fachkräfte zeigen Wirkung. Der Arbeitsmarkt spürt sie bereits.
Der „Thüringer Bogen“ versteht sich dabei nicht als weiteres Bürokratieinstrument, sondern als Knotenpunkt einer Region, die ihre Kräfte bündelt. Als Moderations- und Koordinierungsstelle hat das Team Entscheidungsprozesse beschleunigt, Partner vernetzt und die Marke der Doppelregion professionell weiterentwickelt. Inzwischen ist der „Thüringer Bogen“ nicht nur im Freistaat ein Begriff, sondern überregional sichtbar und wettbewerbsfähig positioniert.
Strukturen gestärkt
Mit dem neuen Regionalbudget können diese Strukturen fortgeführt und weiter gestärkt werden. Neben der Initiierung neuer Projekte rückt ein Ziel noch stärker in den Fokus: die dauerhafte Verankerung wirtschaftlicher, gesellschaftlicher und institutioneller Akteure in der regionalen Entwicklung. Denn je breiter eine solche Initiative getragen wird, desto größer ihr Einfluss – und desto nachhaltiger ihr Erfolg. Das sehen nicht nur die Akteure im Thüringer Bogen so.
Das Regionalmanagement bleibt also weiterhin mit einem Regionalmanager und vier Mitarbeitenden schlagkräftig aufgestellt. Für die kommenden drei Jahre ist demnach klar: Der Thüringer Bogen ist mehr als eine geografische Bezeichnung. Er ist ein Versprechen – für Zusammenarbeit, Wachstum und eine Region, die selbstbewusst an ihrer Zukunft baut. (tl)
