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GOLDBECK Ost GmbHNiederlassung Thüringen
Wie ein innovatives Ausschreibungsmodell und serielles Bauen den öffentlichen Hochbau beschleunigen
Goldbeck baut THW-Gebäude seriell in ganz Deutschland – auch in Sonneberg
Bei vielen Liegenschaften des Technischen Hilfswerks (THW) ist über Jahrzehnte ein hoher Modernisierungsbedarf entstanden. Rund 200 neue Ortsverbände des THW benötigen zeitnah neue Gebäude. Das ist knapp ein Drittel aller Ortsverbände. Für das THW ist es wichtig, dass die Einsatzkräfte eine moderne und zeitgemäße Unterkunft haben.
Das THW-Ortsverbandsgebäude in Sonnberg bietet Platz für rund 70 ehrenamtliche Helferinnen und Helfer. | Foto: GOLDBECK Ost GmbH
Die Standorte sind entscheidend für einen leistungsfähigen Zivil- und Katastrophenschutz in Deutschland. Sie sind die Basis für die engagierte Arbeit der rund 88.000 ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer und der über 2.000 Hauptamtlichen beim THW. Mit einer einzelprojektbezogenen Planung und der Vergabe in Einzellosen wäre die Modernisierungsoffensive kaum umsetzbar. Um nicht für jedes einzelne Projekt mit einem weißen Blatt beginnen zu müssen, wurde das THW-Bauprogramm entwickelt. Von dem profitiert nun auch der THW-Ortsverband Sonneberg. Es ist eine neue und innovative Herangehensweise der öffentlichen Hand mit Strahlkraft für ganz Deutschland:
- Bundesweite Qualitätsstandards
- Einheitliche Gebäudetypen
- Gebäude passend zu den Bedürfnissen des THW
- Skalierbare Systemarchitektur
- Kurze Realisierungszeiten
Bauen mit System ermöglicht THW-Gebäude in Serie
In der öffentlichen Ausschreibung für das THW-Bauprogramm galt das serielle Planen und Bauen als nachzuweisende Voraussetzung, um den Bedarf des THW zu decken und wirtschaftlich umzusetzen. Im Wettbewerb überzeugte das Bau- und Dienstleistungsunternehmen Goldbeck mit einem aussagekräftigen Konzept für die seriellen Neubauten und mit der Kernkompetenz: systematisiertes Bauen.
Wesentliche Bauelemente fertigt das Unternehmen in eigenen Werken industriell vor und montiert sie passgenau auf der Baustelle. Es funktioniert wie ein Baukastensystem. Das ist schnell, wirtschaftlich und ermöglicht eine hohe Qualität. „Als Totalunternehmer realisieren wir die THW-Ortsverbandsgebäude nach einem einfachen Prinzip: Einmal planen, vielfach in ganz Deutschland bauen“, erklärt Andreas Kiermeier, Leiter der Goldbeck-Niederlassung Thüringen, die das THW-Projekt in Sonneberg umsetzt. Die geplante Fertigstellung ist für Ende Juni 2026 vorgesehen. Sonneberg ist einer von bis zu 60 Standorten, die Goldbeck für das THW realisiert.
Verantwortlich für die Steuerung der Realisierung ist das Amt für Bundesbau (AfB) mit den jeweiligen Bauverwaltungen der Länder. In Sonneberg ist zudem das Landesamt für Bau und Verkehr (TLBV) eingebunden. Bauherrin und Eigentümerin der neuen Unterkünfte ist die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA). Das THW zieht als Mieter und Nutzer ein.
Tempo steigern durch serielles Planen und Bauen
Goldbeck ist in der Lage, die THW-Standorte deutschlandweit parallel zu planen und zu bauen. „Gemeinsam mit unseren regionalen Partnerunternehmen schaffen wir Synergien und nutzen Skaleneffekte, um in weniger als einem Jahr das neue Ortsverbandsgebäude in Sonneberg zu realisieren“, betont Andreas Kiermeier.
Das THW-Bauprogramm ist mehr als eine Abfolge einzelner Bauprojekte. Es ist ein Beispiel dafür, wie systematisiertes Bauen komplexe öffentliche Aufgaben in ein industrielles und serielles Verfahren überführen kann:
- Einmal planen, vielfach bauen
- Wissen zentral bündeln, Umsetzung regional organisieren
- Synergien bei Einkauf und Logistik nutzen
- Kosten und Risiken minimieren
- Bauzeiten deutlich verkürzen
Neues Zuhause für das THW-Ehrenamt in Sonneberg schaffen
Im Gewerbegebiet Sonneberg-Föritz entstehen so auf einem etwa 10.000 Quadratmeter großen Baugrundstück ein Ortsverbandsgebäude mit rund 500 Quadratmetern Nutzfläche sowie eine Halle mit zwölf Kfz-Boxen. Sie bieten Platz für den Technischen Zug mit Bergungsgruppe sowie die Fachgruppen Notstromversorgung/Notinstandsetzung und Elektroversorgung.
„Wir sind mit unserer Niederlassung in Thüringen seit 1994 fest in der Region verwurzelt. Es freut uns daher sehr, für rund 70 Helferinnen und Helfer ein neues Zuhause für ihr Ehrenamt zu schaffen“, betont Andreas Kiermeier.
Einmal planen, vielfach bauen: Goldbeck realisiert bundesweit bis zu 60 Ortsverbandsgebäude für das THW – auch in Sonneberg.| Foto: GOLDBECK Ost GmbH


