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Landesentwicklungsgesellschaft Thüringen mbH
Holzwirtschaft und Holzbau in Thüringen
Sie ist eine der traditionsreichsten und zugleich zukunftsfähigsten Branchen Thüringens: die Holzwirtschaft. Rund ein Drittel der Landesfläche ist mit Wald bedeckt. 440 Unternehmen sind in Thüringen in diesem Wirtschaftszweig tätig, mehrere Universitäten und Hochschulen leisten praxisorientierte Forschungsarbeit.
Foto: LEG Thüringen
Das Bündnis Holz-21-regio unter der Leitung von Prof. Erik Findeisen (FH Erfurt) vereint Partner aus Wissenschaft, Wirtschaft, Verwaltung und Tourismus, und die Landesentwicklungsgesellschaft Thüringen mbH (LEG) treibt als Wirtschaftsfördergesellschaft des Freistaats die Holzwirtschaft sowie den Transfer von Wirtschaft und Wissenschaft voran.
Das sind gute Voraussetzungen, um in dieser Branche weiter durchzustarten: Holz ist ein nachwachsender Rohstoff, der eingesetzt wird für energieeffizientes Bauen, ressourcenschonende Fertigung oder auch die Entwicklung biobasierter Materialien. Er ist ein Schlüsselfaktor für das künftige nachhaltige, ressourcenschonende Wirtschaften und bietet damit viele Chancen für das Arbeiten und Leben in Thüringen.
Die LEG wirbt weltweit um Investoren und begleitet Unternehmen bei ihren Ansiedlungs- und Erweiterungsvorhaben mit einem Full Service. Prägnante Beispiele sind die Pollmeier Massivholz GmbH & Co. KG in Creuzburg, deren Bauprodukte, insbesondere die Baubuche, weltweit nachgefragt sind, sowie der Zellstoff-Spezialist Mercer Rosenthal GmbH – seit neuestem gewinnt er mit einer innovativen Anlage den wertvollen Holz-Rohstoff Lignin für vielfältige Nutzungen.
Sie entwickelt ferner Konzepte für eine zukunftsfähige Thüringer Holzwirtschaft. So erarbeitete sie jüngst eine Studie für den Stadtteil Suhl-Nord, in dem ein Holzkompetenzzentrum entstehen soll. Hinzu kommen Projekte im Bereich des Holzbaus, etwa die Errichtung der Manoah-Ferienhäuser am Zeulenrodaer Meer sowie die Realisierung eines Unterkunftsgebäudes mit einer innovativen Tragstruktur in Holz-Hybrid-Bauweise für die Polizeischule in Meiningen. Die LEG unterstützt das Bündnis Holz-21-regio und vermittelt unter anderem Kontakte zu Unternehmen in Thüringen und international.
Zu den Vorhaben des Bündnisses zählt der Waldumbau – es gilt, verstärkt Baumarten zu pflanzen, die resistenter sind als die bisherigen Bestände. Dabei forscht das Bündnis an technologisch anspruchsvollen Lösungen. Für den Waldumbau kommen schon heute sensorunterstützte Monitoringsysteme zum Einsatz; die TU Ilmenau entwickelt zudem mit Thüringer KMU Roboter, die unter anderem bei Baumpflanzungen zum Einsatz kommen.
Einen zweiten Schwerpunkt bildet die Optimierung der Wertschöpfungskette für die Verarbeitung von Rohholz. Momentan finden wichtige Wertschöpfungsprozesse wie die Verarbeitung von Holz zu fertigen Produkten zu selten in Thüringen statt – Ziel ist es demgegenüber, den in Thüringen beträchtlich vorhandenen Rohstoff Holz selbst zu nutzen und hier im Lande die zukunftsfähigen Technologien zu entwickeln, zu etablieren und zu „exportieren“.
Ein dritter Fokus betrifft das Zukunftsthema der Nutzung von Holz als Baustoff. Der Holzbau zeichnet sich aus durch Nachhaltigkeit, kurze Bauzeiten, ein gesundes Raumklima und hohe Energieeffizienz. Damit er in Thüringen wirtschaftlich umgesetzt werden kann, müssen hiesige Unternehmen in der Lage sein, vermehrt seriell zu produzieren – an der Umsetzung dieses Ziels wird gegenwärtig intensiv gearbeitet.
Gut Holz: Die Branche in Zahlen
Deutschland (im Cluster Forst & Holz, 2020)
- 180,6 Mrd. Euro Umsatz
- 1 Mio. Beschäftigte
- 111.511 Unternehmen
- 11.419.124 ha (32 %) Waldflächenanteil (2024)
Thüringen: 549.088 ha (34 %) Waldflächenanteil (2024)
Bei der Projektarbeit ist der Einbezug der Gesellschaft wichtig; im Rahmen der Bündnistätigkeit etwa gibt es Kontakte mit Thüringerinnen und Thüringern, und es zeigt sich, dass das Thema großes Interesse hervorruft – angesichts einer langen Tradition der bestehenden Potenziale, die für den Freistaat und seine Menschen großen Nutzen stiften können. Alle genannten Akteure sind auf einem guten Weg zum erklärten Ziel, Thüringen als einen technologisch und wirtschaftlich führenden Standort für die Holzbranche zu entwickeln.
Bei der Projektarbeit ist der Einbezug der Gesellschaft wichtig; im Rahmen der Bündnistätigkeit etwa gibt es Kontakte mit Thüringerinnen und Thüringern, und es zeigt sich, dass das Thema großes Interesse hervorruft – angesichts einer langen Tradition der bestehenden Potenziale, die für den Freistaat und seine Menschen großen Nutzen stiften können.
Alle genannten Akteure sind auf einem guten Weg zum erklärten Ziel, Thüringen als einen technologisch und wirtschaftlich führenden Standort für die Holzbranche zu entwickeln.
InnoCON Thüringen | Foto: LEG Thüringen
Quellen: Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e. V. (FNR) (2025): Basisdaten Wald und Holz 2025. Gülzow-Prüzen./ Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) (2024): Der Wald in Deutschland – Ausgewählte Ergebnisse der dritten Bundeswaldinventur. 3. Auflage. Berlin.

Landesentwicklungsgesellschaft Thüringen mbH
Mainzerhofstraße 12,
99084 Erfurt
Webseite: www.leg-thueringen.de

